Jahresbilanz Wirtschafts- und Kulturforum pro Su-Ro
„Noch immer aus eigener Kraft“

Yvonne Rösel, Geschäftsführerin von pro Su-Ro. Bild: exb
Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
04.04.2017
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Kurt von Klenck, Vorsitzender von pro Su-Ro. Bild: Hartl

Der Weiße-Sonntag-Markt hat lange Tradition in Sulzbach. Auch heuer werden am Sonntag nach Ostern wieder Tausende in die Stadt strömen und die Angebote des Einzelhandels und der Fieranten nutzen. Im Vorfeld befasste sich pro Su-Ro bei seinem aktuellen Stammtisch mit dem Thema.

Kurt von Klenck, Vorsitzender des Wirtschafts- und Kulturforums pro Su-Ro, und Yvonne Rösel, dessen Geschäftsführerin ließen wissen, dass demnach die Geschäfte in der Stadt am Sonntag, 23. April, ihre Pforten von 8.30 bis 18 Uhr durchgängig für ihre Kunden öffnen werden. Auf den Nachmittag beschränkt - von 13 bis 17 Uhr - sind die Geschäftszeiten für die Händler und Fieranten, die den Markt im Herzen der Stadt bevölkern werden, im Bereich von Luitpoldplatz, Neustadt und Rosenberger Straße.

Aktuell 140 Mitglieder

Beim Jahresgespräch zwischen pro Su-Ro und unserer Zeitung hatte von Klenck darauf aufmerksam gemacht, dass das Wirtschafts- und Kulturforum 2018 sein 20-jähriges Bestehen feiern werde. Bei der Gründung seien alle Mitglieder der damaligen Werbegemeinschaft zu pro Su-Ro gewechselt. "Wir machen das noch immer aus eigener Kraft", sagte der Vorsitzende nicht ganz ohne Stolz - vielleicht aber auch mit ein wenig Wehmut. Schließlich weiß er, dass in anderen Städten Stadtmarketinggesellschaften auf großzügige Unterstützung seitens der Kommunen und der Wirtschaft bauen können.

Aktuell zählt pro Su-Ro rund 140 Mitglieder - darunter Einzelhändler, Handeltreibende, Handwerker, Ärzte, Juristen und Architekten. Sie alle tragen die Termine im Jahreslauf mit.

Dazu zählt das Besenfest im Herbst, bei dem 2016 vom 22. bis 24. September die Kunden in den Läden der Innenstadt Schnäppchen wie am Fließband ergatterten. Alle zwei Jahre wird in das Programm die sogenannte Lange Nacht integriert. Rückblickend erinnerten sich von Klenck und Rösel an zahlreiche Besucher, die bei optimalem Wetter nicht nur die Geschäfte frequentierten, sondern auch Museen, alte Wirtshäuser, die Synagoge und die Straßen.

Mit feschen Trachten

Mit Stadtführer Günter Haller ging es zu den Stationen Stadtturm, Synagoge, Historische Druckerei Seidel und Lochgefängnis im Rathaus. Zum Rahmenprogramm zählte ferner eine Modenschau mit feschen Trachten zur Oktoberfestzeit, ein Flohmarkt der Kinder auf Betreiben der Initiative Kultopf im Capitol sowie Geschichten, Lesungen und Ausstellungen beim Stiberfähnlein rund um das Pflasterzollhaus.

Anziehungspunkt war ferner der Tag der Vereine, unter anderem mit den Cheerleaders des Judovereins, dem Standkonzert der Bergknappenkapelle, zahlreichen Info-Ständen und Darbietungen bis hin zu einem Streichelzoo, den Einradfahrern des SV Kauerhof und der Spritze der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg.

Verlosung zieht

In ihrer Bilanz erwähnten die zwei pro-Su-Ro-Spitzen noch den Weihnachtsmarkt (wir berichteten; Onetz: Schwarze Null statt Draufzahler) und die Schulmesse vom 18. Februar. Diese sei heuer zum achten Mal im Autohaus Meister über die Bühne gegangen. Naturgemäß seien Schulranzen und Bücher der Renner gewesen, berichtete Yvonne Rösel. Aber auch die Verlosung habe eine gewisse Zugkraft. "Noch Luft nach oben ist beim Fahrradbasar drin. Ihn gab es heuer zum dritten Mal", so die Geschäftsführerin. Das zögerliche Verhalten führte sie auf die Jahreszeit zurück.

Stadtgeld - bisher 32 000 Scheine verkauftThema beim Jahresgespräch unserer Zeitung mit dem Wirtschafts- und Kulturforum pro Su-Ro war auch das Stadtgeld, das als Einkaufsgutscheine mit einer Stückelung von je zehn Euro unters Volk gebracht wird: "Pro Quartal im Nennwert von insgesamt jeweils rund 1000 Euro", wie Geschäftsführerin Yvonne Rösel informierte. 32 000 Stück seien seit der Einführung inzwischen verkauft worden.

"Das ist ein ideales Geschenk, weil es geschäftsunabhängig eingesetzt werden kann", warb Vorsitzender Kurt von Klenck für das Stadtgeld. Eingelöst werden könne es in der Stadt bei über 90 Einzelhändlern, Dienstleistern, Restaurants, Schmuckgeschäften, Büchereien, Reisebüros und Handwerksbetrieben.

Firmen nutzten das Stadtgeld, um ihren Beschäftigten Prämien zukommen zu lassen und Privatleute verschenkten es bei Geburtstagen und ähnlichen Ereignissen.

"Es ist auf jeden Fall Geld, das so in der hiesigen Geschäftswelt und damit in der Region verbleibt. Das stärkt die regionale Wirtschaftskraft", unterstrich Kurt von Klenck. Damit steige auch die Attraktivität der Stadt. (ben)
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