08.02.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Rohrwerk Maxhütte würdigt Arbeitsjubilare und Rentner 40 Jahre wie ein Wischer

Es ist eine gute Tradition, und das Unternehmen hält auch gerne daran fest: Das Rohrwerk Maxhütte ehrt seine Jubilare, verabschiedet seine Pensionisten, es beglückwünscht die ausgelernten Azubis und gratuliert ihnen als frisch gebackene Facharbeiter. In Kauerhof setzt sich diese Tradition fort.

Den Arbeitsjubilaren des Rohrwerks gratulierte Geschäftsführer Harry Nimmerjahn (Zweiter von links) beim Ehrenabend in Kauerhof. Bild: wsb
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Eine Rekord-Teilnahme verzeichnete Rohrwerk-Geschäftsführer Harry Nimmerjahn im Wulfen-Saal bei der Jubilarfeier - "das sind ja schon fast so viele wie bei der Betriebsversammlung!". Der Anlass, Jubilare zu ehren und Rentner zu verabschieden, sei Grund zum Feiern.

Seit ein paar Jahren gebe es diesen gemeinsamen Abend auch mit den ausgelernten Azubis, den neuen Facharbeitern des Rohrwerks. "Insgesamt feierten 29 Personen ihr Jubiläum", bilanzierte er, "zehn mal zehn Jahre, 16 mal 25 und drei mal 40 Jahre. Grund genug, etwas genauer hinzuschauen."

Viele 30 Jahre dabei

Die Betriebszugehörigkeit im Rohrwerk Maxhütte liege im Durchschnitt mit 17 Jahren bei aktuell 460 Mitarbeitern über dem bundesweiten Schnitt von elf Jahren. Knapp 30 Prozent der Belegschaft seien über 30 Jahre im Rohrwerk beschäftigt. Die Rentner waren fast ihr Leben lang Rohrwerker und Maxhütterer - "das ist selten, denn die Mehrheit der Arbeitnehmer wechselt öfters (65 Prozent ein- bis fünfmal) ihren Arbeitsplatz. Der Geschäftsführer zog daraus einige Schlussfolgerungen: "Da ein Drittel über 30 Jahre im Rohrwerk beschäftigt ist, gibt es bei unserer Altersstruktur Handlungsbedarf: Unter anderem wollen wir die Ausbildung verstärken, analog zur Entwicklung der letzten Jahre." Der große Erfahrungsschatz der jahrzehntelang beschäftigten Mitarbeiter sei sehr wertvoll auf der einen Seite, aber er stelle auch eine Herausforderung dar, dieses Wissen auf neue Kollegen zu übertragen.

Stolz sei angebracht zum einen aus Arbeitgeber-Sicht: "Im Rohrwerk kann man es schon aushalten." Aber die Mitarbeiter könnten auch auf sich selber stolz sein: "Sie haben Durchhaltevermögen, Ausdauer, Engagement und Loyalität bewiesen. Werte, die nicht mehr selbstverständlich sind. Deshalb gebührt Ihnen unser aufrichtiger Dank. Sie haben das Rohrwerk geprägt und Spuren hinterlassen!"

Harry Nimmerjahn gratulierte Felix Weiser, Maximilian Jonscher, Arthur Schertl, Lukas Kerres und Tim Rothauscher.zum Abschluss der Ausbildung zum Facharbeiter. "Die Kollegen werden es ihnen bestätigen: 25 oder 40 Jahre vergehen wie ein Wischer!" Abschließend dankte der Geschäftsführer dem Organisationsteam.

Alle übernommen

Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König beglückwünschte die Kollegen zum Arbeitsjubiläum. Er freute sich, dass so viele jetzige Neu-Rentner der Einladung gefolgt waren. Auch er gratulierte den jungen Facharbeitern zur bestandenen Prüfung. "Alle haben einen unbefristeten Arbeitsplatz im Rohrwerk bekommen." König hob die hervorragende Ausbildung im Rohrwerk hervor.

Zurzeit liefen Investitionen im Werk, sie seien eine Forderung der IGM-Tarifkommission bei den Sanierungsverhandlungen 2016 gewesen. Beim Einbau der neuen 1000-Tonnen-Presse liege man im Zeitplan. "Hier wird in die Zukunft des RMH und zur Sicherung unserer Arbeitsplätze investiert." Unbezahlte Arbeit sei der Beitrag der Arbeitnehmerseite gewesen, "die muss ab dem 1.1.2020 beendet sein."

Jubilare und Rentner

Zehn Jahre dabei sind Bianka Hofmann, Markus Bücherl, Klaus Schmidt, Wolfgang Niebler, Frank Roth, Markus Sperber, Stefan Heinl, Heinz Haushofer, Michael Haas und Markus Schinhammer. Auf 25 Jahre blicken zurück Jörg Kästner, Jürgen Lorenz, Norbert Sitter, Johannes Scheck, Wilhelm Scheck, Thomas Märtin, Walter Mai, Jakob Römmich, Hoi Phan-Dinh, Kurt Irtel, Viktor Frank, Nikolaus Brandt, Johann Wolf, Raphael Zahn, Augustin Waletzki und Leonid Ullmann. 40 Jahre Rohrwerk haben Werner Hoffmann, Brigitte Kellner und Manfred Steger hinter sich.

In Rente, meist nach Altersteilzeit, gingen Konrad Aumeier, Gerhard Berger, Peter Schwemmer, Georg Pesold, Rosi Utz, Hans Niebler, Karl Rupprecht, Walter Mai, Helmut Pilhofer. (ge)

Da ein Drittel über 30 Jahre im Rohrwerk beschäftigt ist, gibt es bei unserer Altersstruktur Handlungsbedarf.Geschäftsführer Harry Nimmerjahn
Die muss ab dem 1.1.2020 beendet sein.Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König zur unbezahlten Arbeit

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