24.07.2017 - 20:40 Uhr
TännesbergOberpfalz

St.-Jodok-Ritt in Tännesberg Prächtige Pferdeprozession

Der Tännesberger Jodok-Ritt ist erneut ein unvergleichlichen Erlebnis. Rund 70 Reiter in historischen Kostümen mit ihren Pferden, eingespannt in Kutschen oder vor prächtige Wagen, nehmen teil.

von Walter BeyerleinProfil

Mit einer beeindruckenden Prozession am Sonntagmorgen zur St.-Jodok-Kirche und dem Festzug am Nachmittag durch die Straßen feierte Tännesberg das St.-Jodok-Fest. Die Kolping-Fanfarengruppe und der Musikverein Gleiritsch begleiteten Pferde und Reiter, Kutschen, dazu viele örtliche Vereine sowie Ehrengäste. Die Teilnehmer boten den Hunderten von Zuschauern ein prächtiges Bild.

Am Morgen feierte Pfarrer Wilhelm Bauer vor der St.-Jodok-Kirche den Gottesdienst. Die Sanierungsarbeiten am Gotteshaus machten es noch einmal notwendig, den Altar vor dem Eingang aufzustellen. Lange schon vor dem Eintreffen der Prozessions-Teilnehmer war der Trommelwirbel der Fanfarengruppe zu hören.

1,3 Kilometer lang ist die Strecke vom Marktplatz bis zur St.-Jodok-Kirche. Nachdem es am Morgen noch kräftig geregnet hatte, waren die Zuschauer entlang des Wegs recht überschaubar. Groß war aber die Beteiligung an der Prozession und am Gottesdienst. Die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen rahmten den Altar auf der einen Seite ein, zur Anhöhe hin waren ebenso wie vor der Kirche die Bänke für die Gottesdienstbesucher aufgestellt.

Pfarrer Bauer freute sich über die doch große Zahl der Reiter, obwohl in nächster Umgebung einige andere Veranstaltungen stattfanden. Ausdrücklich wies der Geistliche darauf hin, dass die Tännesberger St.-Jodok-Kirche das einzige diesem Heiligen geweihte Gotteshaus im Bistum Regensburg ist. Deshalb werde bei der Wallfahrt die Fürsprache des Heiligen für kranke Menschen, kranke Tiere und vor allem auch Pferde erfleht. Ohne Gottvertrauen habe eine Wallfahrt aber keinen Sinn, sagte der Geistliche. Daher stehe auch Jesus im Brot des Lebens in der Monstranz auf dem Allerheiligen-Wagen im Mittelpunkt. Ausdrücklich dankte der Pfarrer dem Katholischen Frauenbund, die den Wagen mit dem goldenen Kreuz geschmückt hatten. "Ihr seid erste Klasse", sagte Bauer unter dem Beifall der Gläubigen.

Am Nachmittag bewunderten die Besucher den Festzug. Die Fanfarenbläser und die Fahnenschwenker führten den Zug an. Viele Reiterinnen und Reiter saßen in historischer Kleidung auf ihren Pferden. Bürgermeister Max Völkl hatte sich ebenfalls ein Gewand im Stil vergangener Jahrhunderte aus dem Schrank geholt. MdL Annette Karl, Mantels Rathauschef Stephan Oetzinger, Altlandrat Simon Wittmann und die weiteren Ehrengäste blieben bei der aktuellen Mode. Mit dabei waren auch die Pilger aus Wien, deren Geschichte mit Tännesberg eng verbunden ist, die Stelzenläufer und weitere Gruppen in historischer Kleidung.

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