Gefährdete Vögel sollen in Tännesberg heimisch werden
Platz für Eulen

Lokales
Tännesberg
06.05.2013
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Schleiereulen gibt es in Tännesberg schon lange nicht mehr. Es fehlen Lebensräume und Brutstätten wie landwirtschaftliche Scheunen. Geeignet ist die von Hans Portner in den "Bowiesen" auf der Trath. Am Donnerstag wurde dort ein Versuch mit drei fast einjährigen Schleiereulen gestartet.

"Die passen gut in das Biodiversitäts-Projekt Tännesberg", sagte Toni Wolf. Fündig wurde der Naturexperte in der LBV-Pflegestation in Regenstauf. Er ist zuversichtlich, dass dieses Experiment funktionieren könnte. Die Neubürger finden im Umkreis Streuobstwiesen und extensiv genutztes Grünland vor - gute Voraussetzungen für die Einbürgerung des "Vogel des Jahres 1977", der sich hauptsächlich von Mäusen ernährt. In der Scheune sieht Wolf außerdem einen ungestörten Brutplatz. Der Schleiereulenkasten besitzt eine Klappe zur Kontrolle und außen eine Anflugöffnung. "Wenn's gscheit san, bleib'n sie da."

Die drei Schleiereulen sind beringt. Sofern eine von ihnen verletzt gefunden werden sollte, soll man sich an die BN-Ortsgruppe Tännesberg wenden. Die Auswilderungspaten Toni Wolf, Daniela Kick und Korbinian Schönberger hoffen auf einen erfolgreichen Versuch. Schön wäre es, wenn die Schleiereule mit einer Spannweite von 70 bis 80 Zentimetern und einer Größe von 30 Zentimeter in Tännesberg wieder heimisch werden würde. "Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht", so Wolf.
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