04.07.2017 - 16:44 Uhr
TännesbergOberpfalz

Wolfgang Nicklas liefert sich Wortgefecht mit Bürgermeister und verlässt Sitzungssaal Eklat im Marktrat

Die Marktratsitzung am Montagabend in Tännesberg verläuft zunächst ruhig. Zum Ende kommt es aber zum Eklat. Wolfgang Nicklas haut auf den Tisch.

von Ernst FrischholzProfil

Zum Ende der Sitzung fragte Wolfgang Nicklas an, wann "denn endlich einmal mit der Beseitigung der Baugrube auf dem Marktplatz zu rechnen ist". Der Jodok-Ritt komme und das Loch sei noch offen. Die Antragstellerin wolle sich scheinbar bis zur Dorferneuerung damit "durchretten". Offenbar werde von der Gemeinde nichts dagegen getan. "Ich habe schon öfters mit der Bauherrin gesprochen", entgegnete der Bürgermeister. Das zweifelte Nicklas an. "Gibt es schriftliche Aufforderungen der Gemeinde an die Bauherrin?", wollte Nicklas wissen. Alles andere sei unprofessionell.

"In Tännesberg spreche ich mit den Leuten", ließ Völkl wissen. Das sei auch hier geschehen. Dafür gebe es Zeugen. Außerdem sei von der Bauherrin schon einiges umgesetzt worden, "was wir in einer der letzten Sitzungen festgelegt haben. Hätte ich nicht mit ihr gesprochen, wie hätte sie das dann gewusst und vollziehen können?", fragte Völkl.

Dann fügte er an Nicklas gewandt an: "Du hast ja auch mit der Bauherrin geredet und ich weiß, was du da gesagt hast, das ist ganz im Gegensatz wie du hier im Gemeinderat redest." Daraufhin schlug Nicklas mit geballter Faust auf den Tisch, sprang auf und schrie, dass ihm jetzt "der Zirkus" reiche.

"In Tännesberg kann jeder machen, was er will. Da werden Baupläne eingereicht und von uns so genehmigt. Dann baut jeder wie und was er will. Hinterher bringt er notfalls einen Tekturplan und wir nicken das wieder ab", erklärte der Marktrat Nicklas, packte seine Sachen und verließ den Sitzungssaal.

Batteriespeicheranlage beim Kraftwerk Tanzmühle

Mit den Anträgen zum Neubau einer Lagerhalle in der Kleinschwandner Straße, dem Anbau eines Balkons in Stahlkonstruktion im Amselsteig und dem Änderungsvertrag zu einem bereits genehmigten Plan für die Errichtung einer Holz- und Gerätescheune im Lacherweg zeigte sich der Marktrat einverstanden.

Keine Einwände gab es auch gegen das Vorhaben von Sandra Bäumler, im Wohnhaus das Dachgeschoss auszubauen. Zustimmung erhielt zudem der Antrag der Firma Engie Deutschland zur Errichtung einer Batteriespeicheranlage beim Kraftwerk Tanzmühle. Fünf Batteriecontainer werden hier als Versuchsanlage hinter dem Kraftwerksgebäude aufgestellt.

Vom Siedlerbund lag ein Antrag auf Einbau eines neuen Tores in die Garage am Brauweiher vor. Bürgermeister Max Völkl schlug vor, hierfür Kosten von 1000 Euro zu übernehmen. Die Garage ist Eigentum der Gemeinde. Siedlerchef Wolfgang Nicklas sprach von einem Kostenvoranschlag von 930 Euro, die somit genehmigt sind.

Für die energetische Sanierung der Grundschule im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms wurde das Gewerk "Gerüstbau" für 6945 Euro an die "Wackersdorfer Gerüstbau" vergeben. Es waren drei Gebote eingegangen. Die Kostenschätzung lag bei 7560 Euro, informierte der Bürgermeister. Er teilte auch mit, dass Karl Kraus aus Großenschwand als neuer Bauhofmitarbeiter begonnen hat. (fz)

In Tännesberg spreche ich mit den Leuten.Bürgermeister Max Völkl
In Tännesberg kann jeder machen, was er will.Marktrat Wolfgang Nicklas

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