29.08.2017 - 16:56 Uhr
TännesbergOberpfalz

35 Jäger im Einsatz bei Weinrieth 16 Schwarzkittel erlegt

Weinrieth. Maisfelder bieten um diese Jahreszeit mit ihrem reichen Nahrungsangebot und einer geschützten Deckung optimale Verhältnisse für die Wildsauen. In Weinrieth hatten sie allerdings die Rechnung ohne die Jäger gemacht.

Bei der Drückjagd am Montag bei Weinrieth erlegten die Jäger 16 Wildsauen. Bild: es
von Erich SpickenreitherProfil

Jagdpächter Hans Versch kontrolliert in diesen Wochen täglich mit Josef Gallitzendörfer größtenteils eingezäunte Maisfelder, die bereits in der Vergangenheit öfter von Wildschweinen heimgesucht wurden. Im Feld von Landwirt Georg Meindl aus Weinrieth hatten sie am Montag Erfolg. Dann ging alles sehr schnell.

Meuteführer Walter Bender aus Dieterskirchen mit seinen elf Hunden sowie die Jagdhundemeute Nordoberpfalz unter Tobias Gleißner mit drei Hundeführern, zehn Stöberhunden und einem Nachsuchegespann wurden sofort verständigt. Beim Treffpunkt um 17.30 Uhr am Feuerwehrhaus in Großenschwand waren auch die bereits eingetroffenen 35 Jäger, der weiteste aus Wunsiedel, in den Ablauf der Drückjagd eingewiesen worden.

Beim Stürmen ins Maisfeld gab es für die Hunde kein Halten mehr. Die Sauen hatten keine Chance zum Entkommen. Mit 16 erlegten Schwarzkitteln war es eine der bisher erfolgreichsten Drückjagden von Versch.

"Absichtlich haben wir auf eine Sau nicht geschossen, weil sich zu dieser Zeit im gefährlichen Schussfeld ein Traktorfahrer aufhielt", erklärte er. Jeder Schüze brach seine erlegten Tiere an Ort und Stelle selber auf. Versch überreichte jedem Jäger einen Erlegerbruch zum Anstecken an den Hut. Von den 16 Wildschweinen kaufte ein Wirt aus Neustadt/WN 6 Stück, alle anderen nahm der Jäger aus Wunsiedel mit. Vor dem Verzehr muss das Fleisch aber erst noch auf Trichinen und Becquerel untersucht werden. Anschließend hatten alle Grund zum Feiern. Jagdpächter Versch bekräftigte, die täglichen Kontrollen der Maisfelder fortzusetzen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.