Bürgerversammlung Tännesberg
Schuldenfrei läßt Spielraum für die nächsten Jahre

Groß war das Interesse an der Bürgerversammlung. Über 70 Bürgerinnen und Bürger wurden von Bürgermeister Max Völkl umfassend informiert
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Tännesberg
14.12.2016
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Die Zahlen des Tännesberger Kommunalunternehmens, die Rathauschef Max Völkl bei der Bürgerversammlung auf Antrag von Erwin Hollmann darlegt, hören sich eigentlich gut an. Der Antragsteller ist da anderer Meinung. Er fragt: "Ist dies das, was man sich vorstellt?"

(fz) Über 70 Bürger waren zu der Versammlung ins Sporthotel Post gekommen. Dort stellt Bürgermeister Völkl das Jahr 2016 in Zahlen dar und blickte optimistisch in die Zukunft. Die Tatsache, dass man "schuldenfrei" sei, bringe durchaus Spielräume.

Dabei nannte er die energetische Sanierung der Schule im KIP-Programm für 520 000 Euro mit einer Förderung von 440 000 Euro. Zudem sei der Breitbandausbau im Gange. "Im ersten Bauabschnitt sind alle, die kein Glasfaser ins Haus haben wollen, schon am Netz. Für die anderen dauert es noch bis Februar." Für die zweite Phase werde die Ausschreibung vorgenommen. Insgesamt kostet der Breitbandausbau 760 000 Euro. Hier liegt der Gemeindeanteil bei 150 000 Euro.

Fokus auf Straßensanierung

Für die Dorferneuerung habe die Gemeinde "grünes Licht" erhalten. Das Büro "Landimpuls" ist mit dem Architekten Christian Schönberger ausgewählt, den Plan zu erstellen. Zugleich wurde vom Amt für ländliche Entwicklung ein Vitalitätscheck an ein Leipziger Büro vergeben. Das Ergebnis liegt noch nicht vor. Der Fördersatz wird bei 57 Prozent liegen. Priorität in der Dorferneuerung werde sicherlich die Straßensanierung haben.

Für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Kleinschwand - Etzgersrieth seien die Hausaufgaben gemacht. Die Kostenschätzung liegt bei 500 000 Euro bei einer Förderung von 75 Prozent. "Das Aushängeschild 'Biodiversität' leuchtet weit. Es gibt Gemeinden, die vom Beispiel Tännesbergs lernen möchten. Deshalb erstellen wir einen Handlungsleitfaden für Kommunen, um denen Grundlagen zur Umsetzung von Naturschutzzielen an die Hand zu geben", erläuterte Völkl.

Dieser Leitfaden werde aus Tännesberg mit Unterstützung des Bayerischen Gemeindetages an 2000 Kommunen in Bayern verschickt. Dies sein kostenlose Werbung für den Ort, resümierte der Gemeindechef. Fertiggestellt wird auch der Spielplatz am Eingang des Geologischen Lehrpfades mit Kosten von 120 000 Euro bei einer Förderung von 60 Prozent.

Völkl ging dann mit seinen Zahlen über das Kommunalunternehmen auf die Anfrage von Hollmann ein. 2012 habe man am Sonnenpark Tännesberg 51 Prozent der Anteile für 4 760 000 Euro erworben. Bis dato wurden 1 172 000 Euro getilgt. Die Restdarlehensschuld beträgt 3 620 000 Euro. Das Kommunalunternehmen hat ein Kontoguthaben von 240 000 Euro. Insgesamt wurden in der Zeit 30 000 Euro vom Kommunalunternehmen an Vereine der Gemeinde gespendet.

2015 ist ein Gewinn von 72 000 Euro ausgewiesen, der auch für heuer nicht abweichen dürfte. Der Eigenanteil der Gemeinde von 80 000 Euro für die Schulsanierung soll aus dem Topf des Kommunalunternehmens finanziert werden.

Hollmann sah seine Anfrage beantwortet, machte aber in der Versammlung die Rechnung auf, dass die Rendite nur bei einem Prozent liege. Er wollte wissen, ob man sich das so vorgestellt habe. Die Rechnung konnte Völkl zwar "im Kopf nicht spontan nachvollziehen", aber "wir sind über den Erwartungen". Die Photovoltaikanlage sei nicht wertlos.

Das Aushängeschild "Biodiversität" leuchtet weit. Es gibt Gemeinden, die vom Beispiel Tännesbergs lernen möchten.Bürgermeister Max Völkl
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