25.02.2018 - 16:02 Uhr
Tännesberg

Gemeinderat Tännesberg will weiter investieren Schulheizung strittiges Thema

Der Gemeinderat Tännesberg zeigt großes Interesse an einer Teilnahme am Kommunalinvestitionsprogramm für die Schulen (KIP-S). Das Thema führt jedoch zu Diskussionen.

Die Grundschule Tännesberg wird noch mit teurem Strom beheizt. Jetzt soll auf eine kostengünstigere Lösung umgestellt werden. Bild: gi
von Peter GarreissProfil

"Wir heizen in unserer Grundschule immer noch mit Strom und sollten auf eine wasserführende Heizung umstellen", empfahl das Gemeindeoberhaupt. Unter 400 000 Euro, so meinte er, gehe da aber nichts. Völkl schlug vor, umgehend einen Förderantrag zu stellen.

Wolfgang Nicklas meinte, dass sich bei dieser Investition immer dringlicher die Frage stelle, was künftig mit dem Gebäude geschehen soll. Mit den bisher schon erfolgten Investitionen habe man dann 1,5 Millionen Euro ausgegeben. Das sei zuviel, um nur Abstellräume zu schaffen.

Bernhard Walter betonte, dass es schlimm und grob fahrlässig wäre, diese Fördermöglichkeit nicht zu nutzen. "Solange da draußen Kinder sind, müssen wir etwas tun", war seine Meinung. "Wenn die Elektroheizung rauskommt, machen wir keinen Fehler", erklärte Hans Eckl. Einstimmig wurde die Stellung eines Antrages im KIP-S beschlossen. Auch an der Bündelausschreibung "Strom 2019 bis 2021" durch den Bayerischen Gemeindetag will sich der Markt Tännesberg beteiligen.

Bau eingestellt

Anfangs sollten es im Rahmen einer Geländeauffüllung bei Döllnitz nur ein paar Fuhren Erdaushub werden. Dann stellt sich heraus, dass über 8000 Kubikmeter angefahren werden sollen. Das ist Bürgermeister Max Völkl nun doch zu viel. Er veranlasst die Baueinstellung durch das Landratsamt. Dieses verlangte vom Bauherrn einen Bauantrag, worüber der Gemeinderat Tännesberg in der letzten Sitzung entscheiden musste. Bei 8000 Kubikmetern Erdreich rechneten die Gemeinderäte etwa 700 bis 800 Anfahrten mit schweren Fahrzeugen aus.

"Wir sollten aus dem Gemeindeweg eine Einbahnstraße machen, denn sonst werden die Bankette runtergefahren und viele andere Schäden erzeugt", befürchtete Hans-Peter Klünner. Geschäftsleiter Marc Rupprecht schlug deshalb eine Beweissicherung vor, die sicher viel Geld kostet, aber vom Bauherrn gezahlt werden muss. Wie schaut es mit eventuellen Altlasten im angefahrenen Erdaushub aus, war eine andere Frage. Angesichts dieser zahlreichen offenen Fragen schlug der Bürgermeister vor, das Einvernehmen zum Bauantrag derzeit zurückzustellen und erst alles mit dem Landratsamt zu klären. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen den Antrag des "Förderverein Volltreffer" auf Überlassung des Sportgeländes Tännesberg für eine Open-Air-Veranstaltung am 28. Juli. Bürgermeister Völkl hielt diese Großveranstaltung als ein gutes und werbeträchtiges Projekt für Tännesberg.

Normal- oder Ökostrom

Diskutiert wurde, ob Tännesberg Angebote für Normal- oder Ököstrom einholen lassen will. "Es stünde uns gut, wenn wir als Biodiversität-Gemeinde Ökostrom nehmen würden", meinte Bernhard Walter. "Dann müssten wir aber die voraussichtlichen Mehrkosten wissen", ergänzte Thomas Bäuml. Schließlich einigten sich die Räte auf Einholung eines Angebotes für Normalstrom.

Für die Schöffenwahl 2018 gingen beim Markt Tännesberg die Bewerbungen von Johann Hammer, Großenschwand sowie Simone Friedl und Beate Zangl aus Tännesberg ein. Einstimmig wurde die Vorschlagsliste genehmigt.

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