27.03.2018 - 17:36 Uhr
Tännesberg

Hegegemeinschaft diskutiert über Schweinepest Wildschweine günstiger jagen

Die Zahl der Schwarzkittel ist seit 1989 von 21 auf 902 im vergangenen Jahr gestiegen. Auch die Afrikanische Schweinepest stellt die Jäger in den Hegegemeinschaften Vohenstrauß, Eslarn, Waidhaus, Tännesberg und Leuchtenberg vor große Herausforderungen.

Die Grenzland-Jagdhornbläser eröffnen die Versammlung der BJV-Kreisgruppe Vohenstrauß. Bild: es
von Erich SpickenreitherProfil

Etwa 400 Trophäen stellten die Jäger der BJV-Kreisgruppe bei der Hegeschau aus. Zum Auftakt hieß es beim "Binnerschreiner" von Hornmeister Eduard Forster "Blas an". Weil den Jägern die Rückkehrer Wolf, Biber, Otter und Luchs große Probleme bereiten, haben sie einen Runden Tisch gebildet, sagte Vorsitzender Christian Ertl. "Wir sollten die Stimme der Jagd und der Tiere geltend machen. Tier- und Naturschutz sind nicht trennbar", ergänzte BBV-Kreisobmann Josef Fütterer.

Sorgen machen den Jägern auch die Wildschweine: Schwarzwild ist für Landwirte ein großes Problem. Aufschlussreich war die von Eduard Forster vorgetragene Statistik für 2017. Enorm sei die Steigerung: 407 Wildschweine 2016 stünden 902 im vergangenen Jahr gegenüber. Der Gastredner und bayerische Vorsitzender der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, forderte eine kostenlose Trichinenschau, 25 Euro für einen Hundeeinsatz bei Drückejagden und eine Anhebung von 20 auf 25 Euro für ein erlegtes Wildschwein. Die Jagd auf Schwarzwild dürfe nicht zum Kostenfaktor werden.

Für den Landtagsabgeordneten müsse es eine klare Definition der Ziele beim Waldumbau geben. "Nicht gut gehen kann es mit dem Fleischfresser Wolf", warnte er und sprach sich für den Einsatz von Drohnen zum Schutz von Rehen vor dem Mähen der Wiesen aus. Er forderte die Anwesenden auf, den Staat noch mehr in die Pflicht zu nehmen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.