02.05.2017 - 20:10 Uhr
TännesbergOberpfalz

Kilian Schönberger steuert Titelfoto für Zeitschrift "Geo" bei Tännesberger auf der Titelseite

Es sind genau diese Momente, die er sucht. Stille. Das Licht zeichnet die richtige Stimmung zwischen die Silhouetten der Baumstämme. Farne, Moose und anderes Gewächs dekorieren den Rest des Bildes. Alles passt. Und Kilian Schönberger steht mitten im Wald und drückt auf den Auslöser.

von Franz Kurz Kontakt Profil

Der 31-Jährige hat sich einen Ruf als "der Wald-Fotograf" erarbeitet. Schönberger lacht, wenn er dieses Attribut hört. Wobei durchaus auch Stolz mitschwingen dürfte. Denn damit hat er es recht weit gebracht. Schönberger, aufgewachsen in Tännesberg und inzwischen als selbstständiger Fotograf in Köln lebend, hat zusammen mit dem Naturfilmer Andreas Kieling ein Buch über die "Sehnsucht Wald" herausgebracht. Außerdem ist nun eines seiner Fotos auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Geo" zu sehen. Für die dazugehörige Geschichte, die sich um Urwälder in Deutschland dreht, hat Schönberger noch weitere Aufnahmen beigesteuert.

Der prominente Auftritt in den Zeitschriftenläden der Republik sei schon "eine gewisse Auszeichnung", sagt er. Zufall ist er gewiss nicht. Wer wie Schönberger aus dem Oberpfälzer Wald stamme, "hat Wald im Blut". Schon als Kind war der Forst "für mich immer der Spielplatz. Jetzt ist er der Arbeitsplatz". Vor allem die vergangenen zwei, drei Jahre beschäftigt sich Schönberger, dessen Fotos auch im Neuen Tag erschienen sind, beruflich intensiv mit ihm. Ein weiteres Ergebnis dieser Arbeit soll im Herbst erscheinen: ein großer Bildband mit Wald-Aufnahmen aus Deutschland und Mitteleuropa.

Das könnte dann aber auch gleichzeitig der Abschluss dieses fotografischen Schwerpunkts sein. Denn so gut es auch laufen mag: Schönberger will nicht nur auf den Wald-Fotografen reduziert werden. "Es ist wichtig, sich immer neu zu erfinden." Also werde wohl ein neues Thema folgen - "ich habe da verschiedene Ideen". Ohnehin, sagt er, seine Arbeit sei nunmal nicht nur die Idylle, die auf den Bildern zu sehen ist. Er fahre dafür unzählige Kilometer mit dem Auto, er müsse sich akribisch vorbereiten und er sitze lange Zeit am Schreibtisch. All die Dinge, die eben noch zu einem Leben als Selbstständiger gehören. Für die er aber durchaus auch entschädigt wird. Und zwar in diesen raren Momenten, in denen alles passt.

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