26.05.2017 - 20:00 Uhr
TeublitzOberpfalz

LBV führt Kreisräte in Schutzgebiet Nützliches Netz

Kuckuck, Pirol und Falke: Der Landesbund für Vogelschutz hatte den Kreisräten einiges zu bieten, die an einem Spaziergang durch die Naabauen bei Premberg teilnahmen. Die Vielfalt ist ein Beleg für den Nutzen von Biotop-Verbünden.

Zeno Bäumler und Hermann Rank vom LBV (von rechts) zeigten Elisabeth Bauer von den Grünen, Ortssprecher Franz Pretzl und stellvertretendem Landrat Joachim Hanisch die Vogelwelt an der Naab. Bild: hfz
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In Premberg ist die Welt für die Vögel noch in Ordnung. Ein Kuckuck, der Pirol und sogar ein jagender Baumfalke zeigten sich bei einem Spaziergang durch die dortigen Naabauen, zu dem der Landesbund für Vogelschutz (LBV) die Mitglieder des Kreistages eingeladen hatte. Anlass für die Exkursion am Mittwoch war der 25. Geburtstag des europäischen Schutzgebietsnetzes "Natura 2000". Die Naabauen gehören zu diesem Biotopverbundsystem, ebenso wie zahlreiche Flächen zum Beispiel im Charlottenhofer Weihergebiet oder entlang der Schwarzach.

Zeno Bäumler aus Wernberg-Köblitz, LBV-Kreisvorsitzender, erläuterte laut einer LBV-Mitteilung den Kreisräten das Anliegen: "Diese EU-Richtlinie ist mehr als das Papier, auf dem sie geschrieben steht. Sie sichert vielen Tieren und Pflanzen Lebensräume, die leider anderswo für die Natur verloren gehen. " Der stellvertretende Kreisvorsitzende Hermann Rank führte die Anwesenden in die Welt der Gefiederten ein: "Zehn Brutpaare der Nachtigall gibt es hier seit Mitte der 1990er Jahre. Damit der Bestand stabil bleibt, darf ihr Lebensraum nicht zerschnitten werden. Denn wenn eine kritische Anzahl unterschritten wird, verschwinden schnell auch die letzten verbliebenen Exemplare." Rank lobte gegenüber Ortssprecher Franz Pretzl den vorbildlichen Umgang mit der Natur rund um Premberg: "Hier wird vieles richtig gemacht!"

Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch sowie Elisabeth Bauer (Bündnis 90/Grüne) waren beeindruckt von der Artenvielfalt an der Naab. In Vertretung von Landrat Thomas Ebeling dankte Hanisch den Vogelschützern für ihren Einsatz und wünschte ihnen für ihre Arbeit auch weiterhin viel Erfolg.

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