Gemeinderat Teunz genehmigt Rekordhaushalt
Wasser und Baugebiet

Der Belag der Parkplätze beim Friedhof entlang der Oberviechtacher Straße wird erneuert und Pflastersteine eingebaut. Auch ein weiterer Behindertenparkplatz wird hier entstehen. Bild: frd
Politik
Teunz
19.05.2017
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Die Gemeinde Teunz hat finanziell gesehen schon viel schlechtere Zeiten erlebt. Wie der Kämmerer bei der Haushaltssitzung betonte, steht die Kommune wieder gut da und kann investieren. Maßnahmen sind die Sanierung von Wasserleitungen und ein neues Baugebiet.

(frd) Für Kämmerer Sebastian Höcherl war es die letzte "dienstliche" Gemeinderatssitzung in Teunz. Er geht in Kürze in den wohlverdienten Ruhestand. Zusammen mit Nachfolgerin Regina Hildebrand trug er den Haushalt 2017 vor, der verabschiedet werden konnte. Vorher gab Hildebrand die wichtigsten Rechnungsergebnisse des Haushaltsjahres 2016 bekannt und erläuterte die Unterschiedsbeträge zu den Ansätzen. Auch die über- und außerplanmäßigen Ausgaben in 2016 wurden vorgetragen, begründet und vom Gemeinderat genehmigt. Da der Entwurf des Finanzplans und das Investitionsprogramm für die Jahre 2016 bis 2020, wie auch der Haushalt 2017, in einer früheren Sitzung schon beraten wurden, trug Höcherl nur die wichtigsten Eckdaten und größeren Ausgaben vor.

Projekte stehen an


Wie Bürgermeister Norbert Eckl anmerkte, handelt es sich um einen Rekordhaushalt der im Verwaltungshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 2 998 050 und im Vermögenshaushalt mit 2 783 806 Euro abschließt. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen ist auf 1 450 000 Euro festgesetzt worden. Große Maßnahmen sind die Sanierung der Wasserversorgungsanlage Kührieder Gruppe und Wildstein, der Grunderwerb für ein neues Wohnbaugebiet und die Restarbeiten im Breitbandausbau mit finanzieller Abwicklung. Die Hebesätze für Grundsteuer, für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und für Gewerbesteuer werden mit 350 Prozent beibehalten. Die Einwohnerentwicklung weist mit 1844 Bürgern einen Negativtrend auf. Die Kosten für die Abwasseranlagen sind neu kalkuliert und die nötigen Gebührenanpassungen vorgenommen worden.

Die Pro-Kopf-Verschuldung ist mit 1303 Euro zwar angestiegen, da aber Zuschüsse für die geplanten Maßnahmen zu erwarten sind, wird sie bis zum Jahr 2020 wieder deutlich verringert sein. Liegt der Schuldenstand 2017 noch bei 2,4 Millionen Euro, so wird er voraussichtlich im Jahr 2020 bei nur noch gut 620 000 Euro liegen. Somit konnten auch der Haushalt und die Haushaltssatzung genehmigt und erlassen werden.

Der neu gewählte stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Wildstein, Michael Meindl, wurde vom Gemeinderat formell bestätigt. An weiteren Maßnahmen beschlossen die Ratsmitglieder, den Belag der "ausgewaschenen" Parkplätze beim Friedhof entlang der Oberviechtacher Straße zu pflastern und einen weiteren Behindertenparkplatz zu schaffen. Drei Treppen des Aufgangs zur Pfarrkirche, die im Winter Schaden genommen haben, werden erneuert. Auch die Schäden an der Holzturmanlage am Spielplatz beim Feuerwehrgerätehaus werden durch die Bauhofarbeiter behoben. In diesem Zusammenhang regte Jugendbeauftragter Tobias Krafczyk an, sich unter Beteiligung der Eltern Gedanken über ein Spielplatzkonzept für die gesamte Gemeinde zu machen. Möglicherweise wären weniger, aber dafür gut ausgestattete Kinderspielplätze sinnvoller.

Sanitärcontainer statt Häusl


Der Gemeinderat beschloss weiterhin, das "Badeweiher-Häusl" in Fuchsberg, welches sich in einem desolaten Zustand befindet, abzureißen und durch einen Sanitärcontainer (mit WC und Umkleidekabinen) zu ersetzen. Aus nichtöffentlichen Sitzungen gab der Bürgermeister bekannt, dass der Auftrag zur ordnungsgemäßen Entsorgung des Klärschlammes aus der Kläranlage Teunz (rund 500 Kubikmeter) an die Firma Kraus-Entsorgungstechnik in Vohenstrauß vergeben wurde. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.
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