10. Gonfeiaschta Kirwa
Idee wird zur Tradition

Im Vorjahr war der mit schönen Schnitzereien versehene Baum 30 Meter lang. Pfarrer Herbert Rösl segnete die Fichte, bevor die Kirwaburschen zur Arbeit schritten und diese in die Senkrechte wuchteten. Am 9. September wird der zehnte Kirwabaum unter Blasmusikklängen aufgestellt. Zuschauer sind willkommen.
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Teunz
01.09.2017
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Wie die Zeit vergeht: Am Dorfplatz in Gutenfürst wird am 9. September der zehnte Kirwabaum aufgestellt. Aus den Burschen sind mittlerweile gstandne Mannsbilder geworden, und auch der Baum zeigt die Handschrift von erfahrenen Kirwaleid.

-Gutenfürst. Von einer Idee zur Tradition: Matthias Meier und Markus Portner ergriffen im Jahr 2008 die Initiative, einen Kirwabaum aufzustellen. Sie fanden viele Mitstreiter. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich eine Kirwa mit Gästen aus der ganzen Region und auch der Verein "Gonfeiaschta Kirwaleid", der im April 2013 mit 34 Aktiven gegründet wurde. Die aktuell 130 Mitglieder kommen aus allen Orten der Gemeinde und darüber hinaus.

Eine Woche im Einsatz

"Wer hot Kirwa? Mir hom Kirwa!", heißt es am Samstag, 9. September zum zehnten Mal. Doch bevor der reich verzierte Baum nach dem Gottesdienst vor der Dorfkapelle in die Höhe gestemmt werden kann, gibt es wie immer viel zu tun. Für manche ist die Kirwa-Woche die schönste Zeit im Jahr. Jeden Abend trifft man sich mit der Dorfgemeinschaft zum Arbeiten. Bis zu 40 Leute sind da keine Seltenheit. Der Baum muss gefällt, transportiert und mit dem Schnitzmesser verschönert werden. Kränze werden gebunden und die Hofbauern-Scheune mit Vorplatz zum Party-Stodl unfunktioniert. "Manchmal könnte man den Aufbau mit einer Traktorausstellung verwechseln", betonen die beiden Vorsitzenden, die sich zusammen mit ihrem Vorstandsteam über die vielen Helfer freuen. Kameradschaft und Geselligkeit - das ist es, was den Verein ausmacht.

In Dirndl, Lederhose und Kirwa-Shirt werden am Samstag auch die Gäste zu bewundern sein, die schon mit der Kirwa aufwachsen. Für die Jüngsten gibt es heuer eine Hüpfburg und für alle Zuschauer Gegrilltes, Küchel und Kuchen.

"Kirwa-Blosn" spielt auf

Die "Gonfeiaschta Kirwaleid" freuen sich über die Unterstützung vieler Vereine und auch darüber, wenn wie in den Vorjahren einige "mit großen Gespann" auftauchen. Der Gottesdienst wird von Pfarrer Herbert Rösl zelebriert; auch Dekan Alfons Kaufmann und Pfarrer Leo Heinrich standen schon zum Patrozinium der Dorfkapelle "Maria Namen" am Altar.

Musikalisch lässt - ebenfalls zum zehnten Mal - die vereinseigene "Kirwa-Blosn" von sich hören; am Abend spielen die "Stockerholzer Buam". Zum Jubiläum warten die Kirwaleid mit einigen Extras auf (siehe Kasten).

Kirwa 2017Der Gottesdienst in der Dorfkapelle "Maria Namen" beginnt am Samstag, 9. September, um 16 Uhr. Anschließend wird das erste Fass Bier angezapft und der Kirwabaum unter musikalischer Begleitung aufgestellt; Zuschauer willkommen. Danach laden die "Gonfeiaschta Kirwaleid" in den Stodl ein. Ab 20.30 Uhr spielen die "Stockerholzer Buam". Cocktailbar, Fotobox und weitere Extras zum Jubiläum warten. (ptr)
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