16.03.2018 - 20:10 Uhr
Teunz

Jahreshauptversammlung FFW Wildstein 2017 Gerätehaus und Feuerwehrfest werfen Fragen auf

Das Feuerwehrhaus macht Probleme und ein Jubiläum steht an. Grund genug, die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Wildstein zu erweitern. Auch ein neuer stellvertretender Kommandant muss gefunden werden.

Gespannt warten die Mitglieder der Vorstandschaft zusammen mit den Vertretern der Landkreisführung KBI Richard Fleck und KBM Christian Weinfurtner sowie Bürgermeister Norbert Eckl auf den Beginn der Sitzung.
von Tobias KrafczykProfil

-Wildstein. Vorsitzender Christian Salomon begrüßte fast alle Ehrenmitglieder der Feuerwehr Wildstein, KBM Christian Weinfurtner und KBI Richard Fleck sowie Bürgermeister Norbert Eckl zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Lang. Auf acht Festbesuche blickte Stellvertreter Alexander Schneeberger zurück. Es gab acht Veranstaltungen, die der Verein selbst organisiert hat, so Christian Salomon. Neben dem Preisschafkopf war das Fest auf dem Schlossberg anlässlich der Einweihung des neuen Gipfelkreuzes ein herausragender Anlass. Die Vorstandschaft plant, jährlich ein Fest am Wildenstein zu veranstalten.

Florianstag in Wildstein

Salomon dankte allen, die sich aktiv in das Vereinsleben einbringen. Beim Ausblick auf das Jahr 2018 sticht der Florianstag heraus, der von der Feuerwehr Wildstein am 12. Mai ausgerichtet wird. Kommandant Christoph Lang berichtete über zehn Übungen und einen Einsatz im vergangenen Jahr. Darüber hinaus wurde eine Frühdefibrillatorschulung in Kooperation mit der Feuerwehr Teunz angeboten, die sehr gut besucht war. Lange Anfahrtszeiten der Rettungsdienste sind gerade beim Herzstillstand ein Problem und sollen künftig durch die Feuerwehr Wildstein überbrückt werden. Da nunmehr der Defibrillator auf dem Fahrzeug verstaut ist, kann die Alarmierung im Falle einer "leblosen Person" erfolgen. Für 2018 kündigte Lang einen Übungsschwerpunkt "Funk" an.

Aus der Jugendgruppe gehen vier Mitglieder in den aktiven Dienst über, so Jugendwart Wolfgang Salomon. Weiterhin konnten mit dem Wissenstest und der Beteiligung an der modularen Truppausbildung wichtige Grundlagen im Nachwuchsbereich gelegt werden. Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner erläuterte die Hintergründe der MTA-Ausbildung, die gerade für die kleineren Jugendgruppen auf KBM-Bereichsebene angeboten wird. Er wünschte der Feuerwehr weiterhin eine gute Gemeinschaft. Kreisbrandinspektor Richard Fleck dankte allen für ihr Engagement und ermunterte, sich in die anstehenden Entscheidungen einzubringen. Für die Wahl des stellvertretenden Kommandanten wurde ein Wahlausschuss gebildet. Einstimmig wählte die Versammlung Alexander Nössner in das Amt. Vorsitzender Christian Salomon dankte ihm für seine Bereitschaft, sich einzubringen und würdigte auch den bisherigen zweiten Kommandanten Michael Meindl.

"In Wildstein regiert die Jugend", stellte Bürgermeister Norbert Eckl mit einem Augenzwinkern fest und freute sich über die zahlreich vertretenen jungen Mitglieder. Er konnte auch gute Nachrichten aus dem Gemeinderat überbringen, da die Kommune einen Zuschuss für die modulare Truppausbildung und für die Ortspflege übernimmt. Für die Planung zum Neubau eines Feuerwehrhauses berichtete Bürgermeister Norbert Eckl über die Vorberatung des Antrags. Aufgrund der momentanen Großprojekte sieht der Gemeinderat die Finanzierbarkeit des Vorhabens frühestens ab dem Jahr 2020.

Lebhafte Diskussion

Christian Salomon erläuterte der Versammlung den Tagesordnungspunkt "Feuerwehrhaus". So können sich die Aktiven im Falle eines Einsatzes nicht umkleiden, ohne den Anhänger aus dem Haus zu bringen. Weiterhin stellt die fehlende Heizung für die elektronischen Geräte ein großes Problem dar. Die Vorstandschaft hat sich deshalb entschieden, mit einer Voranfrage auf die Gemeinde zuzugehen, um alle Möglichkeiten zu klären und die Mitglieder der Wehr zu informieren.

In Verbindung damit sieht Salomon das zweite Großprojekt, das 125-jährige Gründungsjubiläum. So stieg die Versammlung in die Diskussion ein, wie die Projekte zu verbinden und umzusetzen sind. Wenngleich auch kein abschließendes Ergebnis gefunden werden konnte, wurde doch die Meinungsbildung angestoßen. Mit großer Mehrheit beauftragte die Versammlung die Vorstandschaft, die Pläne zum Bau eines Feuerwehrhauses weiterzuverfolgen. Das Thema Feierlichkeiten zum 125-jährigen Gründungsjubiläum wurde vertagt und soll bei einer Dorfversammlung diskutiert werden.

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