Veranstaltung im Jubeljahr "800 Jahre Thanstein"
Mit Sagen und Mythen unterwegs

Ziel der Wanderung war der Burgstall Altenthanstein. Hier wurde ein Schild zum Jubeljahr "800 Jahre Thanstein" angebracht. Bild: rkp
Freizeit
Thanstein
10.04.2018
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Knapp 60 Teilnehmer trafen sich kürzlich beim Wintergarten Café zur ersten Wanderung rund um Thanstein, die ausgeschmückt war mit Sagen und Mythen. Ziel der Gruppe war der Burgstall Altenthanstein.

Erste Station war die Thansteiner Kapelle. Rita Eiber erklärte, dass die Kapelle in der heutigen Form von Kriegsteilnehmern zum Dank für ihre Heimkehr nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößert und neu aufgebaut wurde. Im Innenraum befindet sich eine holzgeschnitzte Madonna mit Kind. Zweite Station war das Rote Kreuz, welches seit drei Generationen durch die Familie Reimer gepflegt wird und teils neu renoviert wurde. Das Kreuz wurde von August Winter gespendet und diente vermutlich als Wegweiser nach Schönbuchen. Als nächstes wurde das Karl-Kreuz angesteuert, welches auf dem Weg von Thanstein nach Dautersdorf am Weiheracker steht. Das Kreuz ist ein Andenken an Margaretha Spiegelsperger, Bauerstochter aus Dautersdorf, welche im Jahr 1856 im Alter von nur 22 Jahren verstarb. Ebenfalls erinnert wird an dieser Stelle an ihre Mutter Margaretha, welche 1857 im Alter von 57 Jahren verstarb, an den Bauern Balthasar Spiegelsberger, welcher im April 1867 mit nur 30 Jahren den Tod in den Wellen der Schwarzach fand, seinem Sohn Johann (8 Jahre), welcher im Juli 1874 verstarb und an Wolfgang Spiegelsberger, gestorben im Januar 1874 im Alter von 82 Jahren.

Als die Gruppe am Ziel, auf dem Burgstall Altenthanstein in einer Höhe von 635 Metern angekommen war, brachte Wolfgang Schmidt ein Holzschild an, welches an die "800-Jahr-Feier" Thansteins erinnern soll. Über die Burg selbst liegen nur wenige gesicherte Daten vor.

Im 13. Jahrhundert wurde sie als Stammsitz der Herren von Tannstein erbaut. 1218 wurde ein Uto von Tannstein urkundlich erwähnt, auch die Muracher wurden als Mitbesitzer genannt. Im ehemaligen Brunnen konnten alle anwesenden Kinder eine Schatztruhe ausgraben, in welcher sich Süßigkeiten als Lohn fanden.

Letzte Station der Wandergruppe war nach gut zwei Stunden wieder die Thansteiner Kapelle, an welcher Rita Eiber ein Gedicht über die Kapelle von Franz Reimer vortrug. Abschließend konnten sich alle Teilnehmer im Wintergarten Café von der Tour erholen und über das gemeinsame Erlebnis austauschen.
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