Förderverein Dorfgemeinschaftshaus Kulz setzt auf Kooperation - Sonne hilft bei Betriebskosten
Gute Noten für den "Idealverein"

Mit 2000 Euro beteiligt sich die Gemeinde am Dorfgemeinschaftshaus, und auch über die Photovoltaikanlage lassen sich Unkosten decken. Trotzdem muss der Förderverein knapp kalkulieren. Bild: bej
Lokales
Thanstein
29.04.2013
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Als "Idealverein", der sämtliche Vereine des Ortes Kulz an einem Strang ziehen lässt, bezeichnete Bürgermeister Harald Neußinger anlässlich der Jahreshauptversammlung den Förderverein Dorfgemeinschaftshaus Kulz. Vorsitzender Walter Schauer zog Resümee über ein sehr positiv verlaufendes Jahr und wartete außerdem mit Zahlen auch mit Fakten auf, die von der guten Annahme des Fördervereins zeugen.

Alle Vertreter der Kulzer Vereine und Bürgermeister Neußinger saßen an einem Tisch bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins im Gasthaus Krämerhof. Vorsitzender Walter Schauer berichtete, dass die Gebäuderenovierung abgeschlossen ist. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage sei seit dem 11. Mai 2012 in Betrieb. Letztere soll weitgehend als Einnahmequelle zur Unterstützung beim Unterhalt des Gebäudes dienen. Mit einem Ertrag von gut 16 000 Kilowattstunden habe sie die Erwartungen bis dato im Großen und Ganzen erfüllt.

Bei der Betriebskostenabrechnung, die von der Gemeinde für Strom, Wasser und weiteres gestellt wurde, fielen 1347 Euro an, wobei 797 Euro vom Gartenbauverein rückerstattet wurden. Dieser Posten fiel für die Mosterei an. Walter Schauer informierte die Anwesenden darüber, dass heuer etwa 1600 Liter Heizöl aufgetankt werden müssen, das schlage sich natürlich auf die Betriebskosten nieder. Außerdem stehen kleinere Instandhaltungen wie Wasserhahn, Installation eines Heizlüfters für die Übergangszeit und Anbringen von Türschließern an.

Kosten kalkulieren

Der Verein schaffte eine Kehrmaschine an, und im Keller musste eine zusätzliche Stromabsicherung eingebaut werden. Hier summierten sich 1500 Euro, die zusammen mit den Betriebskosten auf der Ausgabenseite stehen. Der Verein erhielt zwar von der Gemeinde 2000 Euro, müsse aber trotzdem gut kalkulieren.

Vorsitzender Schauer sprach die Nutzungsgebühr an, an der sich jeder Verein beteiligt. Außerdem wird Miete für die Saalnutzung verlangt. Hier werden 40 Euro für Mitglieder und 50 Euro für Nichtmitglieder berechnet. Familienfeiern ließen sich hervorragend im Dorfgemeinschaftshaus ausrichten, allerdings werden Tische und Stühle nicht verliehen. Der Verein zählt 67 Mitglieder, der Beitrag beträgt 5 Euro jährlich.

Der Vorsitzende informierte noch kurz über die Instandsetzung des Kinderspielplatzes. Dieser wurde mit einer Vogelnestschaukel und einem Dreh-Karussell erweitert. Er dankte allen Spendern, die diese Aktion unterstützt haben, darunter auch die Gemeinde Thanstein. Seinen weiteren Dank richtete er an alle Helfer, die sich sowohl mit ihrer Person als auch mit Maschinen eingebracht haben. Leider seien Geräte mutwillig beschädigt worden, deren Ersatz verursachte Kosten in Höhe von 500 Euro. Abschließend sei noch zu erwähnen, dass der Platz vom TÜV abgenommen wurde.
Adolf Schauer gab einen Überblick über Ein- und Ausgaben und informierte über das anstehende SEPA-Verfahren, das für Vereine ab Februar 2014 verpflichtend ist. Einstimmigkeit unter den Mitgliedern herrschte beim Vorschlag, den Beitrag künftig zum 2. Mai jeden Jahres einzuziehen.

Besser ausleihen

Beim Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anträge" stand die Anschaffung eines Servierwagens zur Diskussion. Die Anwesenden waren sich außerdem einig, keine Doppelanschaffungen vorzunehmen, sondern Gerätschaften nach Absprache unter den Vereinen auszuleihen.

"Das Haus kann nur unterhalten und erhalten werden, wenn alle Vereine zusammenhalten." So resümierten die Mitglieder und gaben Bürgermeister Neußinger recht, der den Förderverein als "guten Weg für die Zukunft des Ortes Kulz" bezeichnet hatte.
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