08.03.2004 - 00:00 Uhr
ThansteinOberpfalz

Nach gründlichen Überlegungen Entscheidung getroffen: Kostenbeteiligung mit einem Drittel Thanstein beteiligt sich in Winklarn

"Welche Lösung ist auch über Jahre hinaus für unsere Kinder die Beste?" Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Mit 6:3-Stimmen entschied sich das Gremium letztendlich für die Kostenbeteiligung an der Sanierung und dem Erweiterungsbau des Kindergartens "St. Andreas" in Winklarn.

von Christof FröhlichProfil

Doch bevor das Thema Kindergarten diskutiert wurde, stand die Bestätigung der beiden Kommandanten der Feuerwehr Kulz auf der Tagesordnung. Kommandant Alois Baier und sein Stellvertreter Helmut Legl stellten sich für diese Amt wieder zur Verfügung und Bürgermeister Alfons Kramer sprach ihnen Dank und Anerkennung aus.

Großes Interesse

Eine außergewöhnlich hohe Zahl von Gästen machte deutlich, dass es an diesem Abend um ein entscheidendes Thema ging. Bereits seit etwa zwei Jahren bemüht sich der Gemeinderat um eine Lösung zum Thema Kindergarten, wobei auch berücksichtigt werden sollte, dass die Kinder so weit wie möglich in den jetzt bestehenden Gruppen beieinander bleiben und auch nicht beim Wechsel in die Grundschule getrennt werden.

Dieser Entscheidung waren unter anderem Sitzungen mit dem Gemeinderat Dieterskirchen und mit dem Marktgemeinderat und der Kirchenverwaltung Winklarn vorausgegangen. Aufgrund der Beratungen in der nichtöffentlichen Sitzung am 17. Februar wurde der Markt Winklarn gebeten, bezüglich der Kindergartenerweiterung noch offene Fragen zu beantworten. Der Markt Winklarn hat hierzu Stellungnahmen von der Schulleitung des Marktes Winklarn, von der Seelsorgegemeinschaft und der katholischen Kirchenstiftung Winklarn übersandt.

Seitens der Volksschule Winklarn wurde dabei festgestellt, dass die Hauptschule Winklarn ab der 7. Klasse stark gefährdet ist. Würden die Grundschulkinder aus Thanstein in die Grundschule in Winklarn eingegliedert, könnten dort auf lange Sicht stabile Jahrgangsklassen, oftmals sogar Parallelklassen gebildet werden. Sollten die Thansteiner Hauptschulkinder ab der fünften Klasse jedoch eine andere Schule (Dieterskrichen) besuchen, bedeute das sofortige "Aus" für die Hauptschule in Winklarn.

Neben den Schülerzahlen, so die Gemeinderäte, sei auch die gute Ausstattung und der gute bauliche Zustand der Winklarner Schule für eine Entscheidung für Winklarn zu berücksichtigen. Die Seelsorgegemeinschaft Winklarn/Thanstein hatte zunächst klargestellt, dass es sich beim Kindergarten um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handle, bei einer möglichen Erweiterung wurde auf eine Forderung des Landratsamtes verwiesen.

Insgesamt gesehen, so der Gemeinderat am Mittwoch, sei eine Beteiligung an der Sanierung und Erweiterung des Winklarner Kindergartens mit einem Drittel der Bausumme auch eine noch wirtschaftlich tragbare Lösung. Schließlich stimmte der Gemeinderat dafür, sich an der Sanierung und Erweiterung des kirchlichen Kindergartens "St. Andreas" in Winklarn durch die Kirchenstiftung mit maximal einem Drittel der nicht anderweitig gedeckten Kosten zu beteiligen.

Bis 60000 Euro

Bei der Planung und Bauausführung sei jedoch darauf zu achten, dass die veranschlagten, auf die Gemeinde Thanstein entfallenden Kosten ( etwa 60000 Euro) nicht überschritten werden. Der weitere Tagungsordnungspunkt "Überlegungen wegen einer Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dieterskirchen wegen der Grundschule und dem Kindergarten" erübrigte sich somit.

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