Gemeinderat Thanstein stellt Haushalt 2018 auf
Die Lage entspannt sich

110 000 Euro sind im Haushaltsplan 2018 für den Anschluss der Dautersdorfer Kläranlage an die Anlage in Thanstein angesetzt. Bild: bej
Politik
Thanstein
13.02.2018
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Kämmerin Martina Held erläuterte Details zum Haushalt 2018.

Der Haushaltsplan nimmt den Großteil der Sitzung beim Gemeinderat Thanstein in Beschlag. Um 9,7 Prozent erhöht sich das Gesamtvolumen gegenüber dem Vorjahr. Trotz Investitionen ist der Schuldenstand rückläufig. Die Finanzlage der Gemeinde befindet sich auf einem guten Weg.

"Der Schuldenstand konnte deutlich abgesenkt werden", erklärte Kämmerin Martina Held, die mit den Details zum Haushalt, Investitionsprogramm und zur Haushaltsatzung aufwartete. Außerdem stand sie für Fragen zur Verfügung. Nachdem das umfangreiche Zahlenwerk schon "zur Vorberatung" auf dem Tisch des Gemeinderats gelegen hatte, waren viele Zusammenhänge bereits abgeklärt.

Bei den Einnahmen schlägt mit der zu erwartenden Erhöhung um 80 000 Euro die Einkommensteuer als größter Posten zu Buche. Durch die Hebesatzsenkung von 550 auf 450 Prozent in 2017 verringerten sich die Grundsteuereinnahmen. Verwaltung, Betriebsaufwendungen und Kreisumlagen bilden die "großen Brocken" bei den Ausgaben. Bei den Zuweisungen ist die Schulverbandsumlage mit 95 600 Euro (Vorjahr 108 000 Euro) enthalten. Diese Reduzierung ergibt sich aus den sinkenden Schülerzahlen der Gemeinde Thanstein.

Mehr fürs Personal

Der Betriebskostenzuschuss an den Kindergarten Winklarn beträgt 75 000 Euro (Vorjahr 83 000 Euro). Aus dem Gemeindegebiet besuchen derzeit 15 Kinder die Einrichtung in Winklarn (Vorjahr 22 Kinder). Die Erhöhung des Verwaltungs- und Betriebsaufwandes um 97 600 Euro gegenüber dem Vorjahr begründet sich auf die höheren Ausgaben für den Straßenunterhalt (25 000 Euro), Ausgaben für das Heimatbuch anlässlich der 800-Jahrfeier (10 000 Euro), zusätzliche Kosten für Klärschlammentsorgung/Heben der Kanaldeckel (6 000 Euro) und Vorsteuer für Baumaßnahme Dautersdorf (54 000 Euro). Die Ausgaben für das Heimatbuch werden im Nachhinein über Spenden finanziert. Die Personalausgaben erhöhen sich aufgrund einer zusätzlichen Halbtagskraft für den Bauhof und einer neuen Kraft für den Recyclinghof gegenüber dem Vorjahr. Im Haushaltsjahr 2018 ist eine Rücklagenzuführung in Höhe von 173 450 Euro vorgesehen, so dass sich ein Rücklagenstand zum 31. Dezember von rund 275 372 Euro ergeben wird. Voraussetzung ist allerdings, dass die ausständigen Zuwendungen für die Straßenbaumaßnahmen eingehen. 2018 ist keine Kreditaufnahme vorgesehen, die vorgeschriebene Tilgung beläuft sich auf 61 250 Euro. Dem Vermögenshaushalt können 165 600 Euro zugeführt werden. Damit ist zum Jahresende mit einem Schuldenstand von 1 362 967 Euro zu rechnen (Ende 2016: 1 523 473 Euro). Bei der Einwohnerzahl von 971 ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 1 403 Euro (Vorjahr 1 516 Euro).

Kein neuer Kredit nötig

"Eine sehr erfreuliche Entwicklung", so Bürgermeister Schauer, "die Tilgungen steigen und die Zuführungen werden sich im 200 000-Euro-Bereich bewegen." Bis 2021 ist auch keine weitere Kreditaufnahme notwendig. "Die Priorität liegt bei der Mindestzuführung und das haben wir erreicht." Der Vermögenshaushalt wird geprägt von der Sanierung der Wasserversorgung Dautersdorf mit Anschluss an die Nord-Ost Gruppe (310 000 Euro) und Anschluss der Kläranlage Dautersdorf an die Anlage Thanstein (110 000 Euro).

EckdatenWichtige Eckdaten im Haushalt 2018 (in Euro): Verwaltungshaushalt 1 575 600; Vermögenshaushalt 1 391 800. Einnahmen: Einkommensteuer 420 000; Schlüsselzuweisung 375 600; Gewerbesteuer 150 000. Ausgaben: Betriebsaufwendungen 366 050; Kreisumlage 3567000; VG-Umlage 176 100. (bej)


Die Priorität liegt bei der Mindestzuführung und das haben wir erreicht.Bürgermeister Walter Schauer
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