03.09.2017 - 20:00 Uhr
TheisseilOberpfalz

DJK Letzau feiert 50-jähriges Bestehen Erlebnis vor Ergebnis

Die DJK Letzau feiert im Sportheim 50-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt des Ehrungsreigens steht Robert Spickenreuther.

von Walter BeyerleinProfil

Letzau. Vorsitzender Mario Bäumler wünscht sich für die Zukunft des Vereins weiterhin gesellschaftliches und sportliches Wirken sowie Attraktivität. Bürgermeisterin Marianne Rauh würdigte die Aktivitäten der DJK als Beitrag zur Lebensqualität in der Gemeinde Theisseil.

Vorstand vor der Gründung

1966 sei der Gedanke entwickelt worden, aus der Landjugend heraus einen Sportverein zu gründen, erinnerte Bäumler. "Der damalige Pfarrer Johann Krichenbauer und der Vorsitzende der Landjugend, Helmut Nickl, waren die treibenden Kräfte." Am 2. September 1966 wählte man Alfons Kammerer zum ersten Vorsitzenden. Dann ging es Schlag auf Schlag: Einem Sportfest im Oktober und dem Start des Fußballbetriebes auf einem provisorischen Sportplatz folgten Sitzungen des Vorstands, auch um den Termin für die Gründungsversammlung festzulegen.

Am 16. März 1967 wurde die DJK Letzau im Gasthaus Vierling in Oberhöll offiziell gegründet. Bäumler verlas 20 Namen, die als Gründerväter geführt werden. In Wirklichkeit seien es zwei mehr gewesen, die aber vergessen hatten, sich in die Anwesenheitsliste einzutragen.

Ausführlich schilderte der Vorsitzende den komplizierten Weg, ein Sportplatzgelände zu finden. Am 24. Juli 1969 begann dessen Bau ebenso wie der des Sportheimes. Dank vieler Eigenleistungen und persönlicher Verbindungen habe man die Kosten niedrig gehalten. Strom gab es im Sportheim lange nicht. Erst 1974 wurde die Leitung verlegt, zuvor nutzte man Batterien. Aus dem anfangs zunächst reinen Fußballverein entwickelte sich die DJK immer mehr in Richtung Breitensport weiter.

Höhepunkt des Abends war die Ernennung Spickenreuthers zum Ehrenmitglied. Diese Auszeichnung wurde bisher nur drei Mal vergeben, sagte Bäumler. Er bezeichnete Spickenreuther als einen Weltmeister seines Faches, der im Verein eine Vielzahl von Ämtern bekleidet habe. "Kassier war er noch vor der eigentlichen Gründungsversammlung." Spickenreuther sei der Mann, der die Jugend an den Sport heranführe.

"Hinter diesem Jubiläum verbirgt sich viele freiwillige ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder", betonte Bürgermeisterin Rauh. Die DJK trage als größter Verein der Gemeinde zur Steigerung der Lebensqualität bei. "Die Männer der ersten Stunde haben ein gutes Fundament für die stete Aufwärtsentwicklung gelegt."

Ehrenamt als Herzstück

Ernst Werner, Kreisvorsitzender des BLSV-Kreis 2 Weiden/Neustadt, dankte den verdienstvollen Mitarbeitern, dass sie den Sport als Lebensbegleiter gewählt haben. Das Ehrenamt bleibe in einem Verein wie die DJK Letzau das treibende Herz. Für die Jugend sei ein Sportverein der ideale Ort für sinnvolle Aktivitäten. "Sportliche Betätigung baut Aggressionen ab und vermittelt Tugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Anstand. Das Erlebnis bedeutet mehr als das Ergebnis."

Siegmund Balk, Kreisvorsitzender der DJK-Vereine im Kreis Weiden und DJK-Vizebundesvorsitzender, dankte für die Bereitschaft, Jahreshauptversammlungen und den Festabend mit einem Gottesdienst zu beginnen. "Ein Jubiläum soll die Gelegenheit sein, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken." Die DJK-Vereine mit den Grundsäulen Sportgemeinschaft und Glauben hätten ein festes Fundament und könnten der Zukunft zuversichtlich entgegensehen.

Ehrungen

Ehrennadel in Gold: Gründungsmitglieder : Herbert Hösl, Helmut Nickl, Alfons Kammerer, Rudolf Vierling, Hans Heil, Robert Spickenreuther und Franz Eger ausgezeichnet. 50 Jahre: Hermann Hilburger und Hans Balk.

40 Jahre: Treuenadel in Gold: Gerhard Frank, Hermine Wangel, Hermann Hör, Annemarie Schuller und Hans Kett. Treuenadel in Silber : Siegfried Kammerer und Josef Heil. Verbandsehrenzeichen Gold: Wolfgang Forster, der erste Jugendleiter des Vereins.

20 Jahre: Silberne Ehrennadel : Rita Kammerer, Herbert Kick, Elisabeth Gold, Stefan Geppert und Ernst Niebler. 10 Jahre: Andrea Bäumler (Urkunde). (bey)

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