Bürgerversammlung Gemeinde Theisseil
Über Kindergartenerweiterung nachdenken

Kindergarten und Krippe in Letzau sind voll belegt. Bürgermeisterin Marianne Rauh denkt daher schon über eine Erweiterung nach. Bild: Schönberger
Politik
Theisseil
03.12.2017
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Die Letzauer trauern um ihren Schlittenhang. In der Bürgerversammlung kommt die Anregung, noch einmal mit der Familie zu sprechen. Bürgermeisterin Marianne Rauh macht aber nur wenig Hoffnung.

Den guten Besuch von 35 Bürgern im Gemeindezentrum wertete Rauh als Interesse am kommunalen Geschehen. Sie könne durchaus eine beachtliche Bilanz vorlegen, wenn auch nicht alle Maßnahmen abgeschlossen seien. Die großen Maßnahmen waren in der Dorferneuerung Letzau der Containerplatz, der Platz am Kriegerdenkmal und der Gehweg Kirchenstraße für 180 000 Euro. Der Gemeindeanteil betrug 63 000 Euro. Das Baugebiet "Kirchberg" in Letzau wurde mit zwölf Parzellen erschlossen. Davon seien drei verkauft. Reserviert sei auch das letzte Baugrundstück "Schnepfenäcker" in Theisseil.

Den Kindergarten und die Krippe zu bauen, nannte Rauh eine gute Entscheidung. Beide seien voll belegt. "Hier müssen wir durchaus über eine Erweiterung nachdenken", kündigte die Sprecherin an. Heuer wurden 14 000 Euro für den Außenbereich eingesetzt. Straßensanierungen, auch bedingt durch den Breitbandausbau, standen an, zum Beispiel Roschau-Fichtelmühle für 150 000 Euro, Wildenreuth-Fichtelmühle für 40 000 Euro und Remmelberg-Lindnermühle für 30 000 Euro. Die Maßnahme Remmelberg erfolge erst im Frühjahr.

Rauh informierte weiter, dass die Gemeinde 1179 Einwohner in den 14 Ortsteilen zähle. 26 Kilometer Straßen müssten betreut werden. 465 000 Euro Verbindlichkeiten bedeuten eine gestiegene Pro-Kopf-Verschuldung auf 394 Euro. Mit Blick auf die anstehenden Maßnahmen in den nächsten Jahren werde das nicht das Ende der Fahnenstange sein, analysierte die Gemeindechefin.

Im Ausblick auf das Jahr 2018 führte sie die Dorferneuerung in Letzau an. Hier sind Maßnahmen für 1,7 Millionen Euro vergeben. Der Anteil der Gemeinde liege bei 524 000 Euro und der Muglhofer Gruppe bei 261 500 Euro. Die Förderung betrage 916 500 Euro. Leider sei der Zeitplan nicht eingehalten worden.

2018 soll auch die Fertigstellung der Planungen für die Dorferneuerungen in Roschau und Wilchenreuth erfolgen, so dass 2019 begonnen werden kann. Für Wilchenreuth wurde die Fördersumme um eine Million Euro angehoben. Ebenfalls fertig werde man mit dem Breitbandausbau. Die Bürgermeisterin stellte fest, dass nicht alles Wünschenswerte machbar sei, registrierte aber viele engagierte Bürger und auch Vereine. "Wir haben drei Feuerwehren, und zu denen stehe ich auch", betonte die Rathauschefin.

Für das Kinder- und Jugendteam berichtete Beate Sprickenreuter über 25 Aktionen, an denen 400 Buben und Mädchen teilnahmen. Hit war der Kinderfasching. Kartellvorsitzender Robert Spickenreuther betreut die Homepage und sprach von durchschnittlich 130 Klicks am Tag.

Etliche WortmeldungenRobert Spickenreuther brachte den Schlittenhang (wir berichteten) ins Gespräch. Der existiert schon so lange, und man sollte ihn nicht ohne Weiteres preisgeben. Sein Vorschlag war, doch mit der Familie zu reden, ob man nicht einen Teil anpachten könnte. Die Gemeinde habe keine Handhabe, sagte Bürgermeisterin Marianne Rauh. Sie werde mit der Familie sprechen, verwies aber auf die Haftung der Kommune, und das sei ein Problem.

Ein anderer Bürger erklärte, dass alle Hausbesitzer den Gehweg vor ihrem Anwesen reinigten. Bei einem leerstehenden Haus aber pfeife sich jedoch der Eigentümer nichts um seine Pflicht. "Wir haben den Besitzer bereits mit einer Bußgeldandrohung angeschrieben", stellte die Bürgermeisterin fest.

Ein weiterer Besucher wollte wissen, wie es mit dem Radlweg von Letzau nach Weiden aussieht. "Ich habe den Antrag an das Staatliche Bauamt wieder gestellt, aber noch keine Antwort erhalten", antwortete Rauh. Wenn niemand dort sei, könne man das Licht ausdrehen, meinte ein Bürger auf das neue Baugebiet bezogen. Hier brenne die Straßenbeleuchtung nachts müßig.

In Letzau werden den Bürgern Straßenausbaubeiträge ins Haus stehen. Da kam die Anregung, diese nach Fertigstellung doch nicht in einer Summe einzuheben, sondern in Form einer Vorausleistung und von Teilraten. Bevor noch nicht begonnen sei, wolle sie nicht schon Bescheide versenden, aber im Prinzip sei dies anwendbar, wenn der Gemeinderat es so beschließe, erklärte die Sitzungsleiterin. (zer)
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