28.03.2018 - 20:10 Uhr
Theisseil

CSU-Ortsverband ernennt Bürgermeisterin Marianne Rauh zur Ehrenvorsitzenden Ehre für erste Frau

Der CSU-Ortsverband ernennt Bürgermeisterin Marianne Rauh zur Ehrenvorsitzenden. Rauh stand 27 Jahre an der Spitze des Ortsverbands, sie war die erste Frau in dieser Position.

Marianne Rauh ist neue Ehrenvorsitzende des CSU-Ortsverbands. Dazu gratulieren (von links) der CSU-Kreisvorsitzende Stephan Oetzinger, Max Eger, Christian Schwägerl, Karl Völkl und Heribert Schiller. Bild: eig
von Redaktion OnetzProfil

Das größte Kompliment machte Nachfolger Karl Völkl einer sichtlich bewegten Bürgermeisterin in der Ortshauptversammlung im Gasthaus Kett, als er sagte, ohne Rauh "gäbe es die Gemeinde Theisseil in der Form gar nicht mehr". Noch nicht Bürgermeisterin, sondern nur CSU-Vorsitzende habe Rauh in den Jahren 2001/02 für die kommunale Selbstverwaltung gekämpft, als es damals Bestrebungen gab, die Gemeinde der Stadt Weiden anzugliedern.

Völkl, der das Amt des Ortsvorsitzenden im vergangenen Jahr übernommen hat, lobte Rauh als stets sachlich und pragmatisch, dabei aber immer der Zukunft zugewandt. Als Bürgermeisterin habe Rauh unter anderem das wegweisende Gemeindeentwicklungskonzept auf den Weg gebracht, erfolgreich gegen einen Windpark gekämpft und eine Junge Union in der Gemeinde etabliert. Der CSU-Kreisvorsitzende Stephan Oetzinger bezeichnete Rauh als "absolute Teamspielerin", die um der Sache willen auch jederzeit zurückstehe, so etwa, als sie 1995 die Kandidatur um das Amt des Bürgermeisters Herbert Hösl überlassen habe.

Rauh sprach von schwierigen Zeiten, die sie nur deshalb so gut gemeistert habe, "weil ich immer eine starke Mannschaft hinter mir hatte". Neben Rauh wurden weitere Mitglieder für ihre Treue geehrt: Max Eger und Christian Schwägerl, die wie Rauh dem Ortsverband seit 30 Jahren angehören, sowie Ernst Rupprecht, der seit 50 Jahren dabei ist.

Karl Völkl berichtete nach seinem ersten Jahr als Vorsitzender von vier Neuaufnahmen; der Ortsverband zählt damit 46 Mitglieder. Schwerpunkt der politischen Arbeit war die Bundestagswahl; darüber hinaus standen unter anderem ein gut besuchter Johanni-Dämmerschoppen und eine Besichtigung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr im Terminkalender. Völkl besuchte erstmals Familien mit Neugeborenen und betrieb Mitgliederwerbung.

Der Kreisvorsitzende Stephan Oetzinger, den die CSU im Wahlkreis Weiden-Neustadt in das Rennen um das Landtagsmandat von Petra Dettenhöfer schickt, lobte die Ortsverbände als große Stärke der CSU im Kreis. Er appellierte, alles daran zu setzen, dass "wir am 14. Oktober in Bayern keine Berliner Verhältnisse bekommen". Das Ergebnis der Bundestagswahl sei eine "gescheite Klatsche" für die CSU gewesen, aber im Gegensatz zu anderen Parteien sei sie zu jeder Zeit bereit gewesen, Verantwortung zu übernehmen. Die Berufung Albert Fürackers als Finanzminister und die Ernennung von Tobias Reiß als stellvertretenden Fraktionssprecher bezeichnete er als "Riesengewinn für die Region". Delegierte für die Kreisvertreterversammlung zur Europawahl sind Marianne Rauh, Heribert Schiller und Karl Völkl.

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