Dorferneuerung in Wilchenreuth und Roschau
Desolate Dorfstraße im Fokus

Die desolate Dorfstraße und das Feuerwehrhaus (links, im Hintergrund) standen im Mittelpunkt der Gesprächsrunde in Wilchenreuth mit Teresa Meyer, Präsident Thomas Gollwitzer, Bürgermeisterin Marianne Rauh und Erik Bergner (von links). Bild: bey
Politik
Theisseil
18.06.2017
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Die Dorferneuerung in der Gemeinde Theisseil soll in den Ortsteilen Wilchenreuth und Roschau fortgesetzt werden. Darüber sind sich am Mittwoch der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Tirschenreuth, Thomas Gollwitzer, mit den Mitarbeitern Teresa Meyer und Erik Bergner sowie Bürgermeisterin Marianne Rauh einig.

Wilchenreuth. (bey) Die Gesprächsrunde unter freiem Himmel und tropischen Temperaturen sieht darin einen Gewinn für die Bürger. Thomas Gollwitzer hat seitens seiner Behörde einen Zuschuss von einer Million Euro zugesagt. Nach derzeitigem Stand sind dies rund 65 Prozent der zuschussfähigen Kosten. Die finanzielle Aufstockung war notwendig, weil die bisher zugesagten Fördermittel bereits in den Ortsteilen Edeldorf und Letzau verbraucht worden sind. Beim Rundgang durch den Ortsteil Wilchenreuth stand vor allem die desolate Dorfstraße im Fokus.

Bürgermeisterin Rauh lehnt im Hinblick auf eine mögliche Dorferneuerung zum gegenwärtigen Zeitpunkt jegliche Sanierungsmaßnahmen ab. Für das Projekt Dorfstraße sind laut dem Leiter der Tirschenreuther Behörde momentan rund 650 000 Euro Kosten errechnet worden. Einbezogen sind hier auch die Sanierungen der Anschlussstraßen.

Baulich verändern


Ein weiterer Brennpunkt bei der Dorferneuerung ist das Feuerwehrhaus mit seinem Umfeld. Dieses Gebäude entspricht nach Aussage von Rauh nicht mehr dem aktuellen technischen Stand. Die Überlegung der Gemeinde sei deshalb gewesen, dieses Gebäude baulich so zu verändern, dass die Interessen der Feuerwehr gewahrt werden und zusätzlich eine Art Gemeinschaftsraum entstehen könnte, der für alle Vereine des Ortes nutzbar sei.

Die Feuerwehr drängt aber nach den Worten der Bürgermeisterin auf ein eigenes Gebäude. Für die Gemeinde sei es aber kaum möglich, zwei Gebäude zu unterhalten. Deshalb müsse jetzt ein Vorschlag der Feuerwehr abgewartet werden, der aber noch bis Mitte Juli kommen soll, wie Teresa Meyer vom Amt für Ländliche Entwicklung ergänzte. Gleichzeitig müsse aber auch überlegt werden, ob die Einrichtung eines Raumes für alle Vereine zu einer Konkurrenzsituation gegenüber der örtlichen Gastronomie führen könne, merkte Erik Bergner an. Der Rundgang in Wilchenreuth führte auch zum Umfeld der beiden Gotteshäuser.

Sanierung notwendig


Zusammenfassend wurden als notwendige Sanierungsmaßnahmen in Wilchenreuth die Sanierung der Dorfstraße, die Umfelder des Feuerwehrhauses und der beiden Kirchen sowie der Rückhalt von Oberflächenwasser einschließlich des schadlosen Abflusses bei Starkregen erkannt.

In Roschau stehen die Dorfstraße mit Kapellenumfeld und die Zufahrt zur Kreisstraße einschließlich der Grünordnung auf der Agenda. Nachdem aktuell die Dorferneuerungsmaßnahmen in Letzau im Laufen sind, sieht der Leiter des Tirschenreuther Amtes für Ländliche Entwicklung als Zeitpunkt für den Beginn der Maßnahmen in Wilchenreuth das Jahr 2020.

Hinsichtlich der Kosten machte der Behördenchef deutlich, dass jede finanzielle Unterstützung des Freistaates Bayern die Belastung der Bürger bei der Entrichtung von Beiträgen im gleichen Umfang reduziert.
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