21.05.2018 - 20:00 Uhr
TheisseilOberpfalz

Gemeinderat gibt Einvernehmen zu Bauantrag mit Auflagen zur Erschließung Haus am Hühnerstall bereitet Probleme

Gemeinderat gibt Einvernehmen zu Bauantrag mit Auflagen zur Erschließung - Boden im Gemeindehaus sanieren

von Redaktion OnetzProfil

Die Besitzer eines Legehennenbetriebes bei Edeldorf möchten in dessen unmittelbarer Nähe wohnen und dort ein Haus mit Garage bauen. Bei Baumaßnahmen im Außenbereich ist das Baugesetz zwar streng, doch Landwirte sind privilegiert. In diesem Fall hapert es jedoch an der Erschließung. Der Gemeinderat hat sein Einvernehmen in Aussicht gestellt. Das letzte Wort hat das Landratsamt.

Das habe die Knackpunkte benannt, sagte Bürgermeisterin Marianne Rauh. Es handle sich um die Wasserversorgung und den Unterhalt der Zufahrt. Auf die möglicherweise unzureichende Löschwasserversorgung wies im Gemeinderat Josef Herrlein (SPD) hin und verweigerte als einziger die Zustimmung. Er äußerte die Sorge, die Gemeinde müsse am Ende auf eigene Kosten einen Löschwasserteich bauen.

Die Bürgermeisterin gab zu verstehen, dass man den Bauherren keinesfalls Steine in den Weg legen wolle. Die Gemeinde sei jedoch gehalten, keinen Präzedenzfall zu schaffen, wie das Landratsamt bereits gewarnt habe. Günther Meißner (FW) ließ das nicht gelten. Wenn schon ein Stall genehmigt worden sei, müsse man dort auch ein Haus bauen dürfen. Alles andere sei unsinnig.

Die Zufahrt ist derzeit nur ein öffentlicher Feld- und Waldweg. Dem Landratsamt genügt das nicht. Müllabfuhr und Rettungswagen müssten hinkommen. Laut Rauh haben die Bauherren zugesagt, sich an der Sanierung des Wegs zu beteiligen. Der Winterdienst muss ebenfalls von den Bauherren selbst erledigt werden. Ein anderes Problem ist der schwache Wasserleitungsdruck von derzeit nur einem Bar. Die Bauherren müssen deshalb eine Sondervereinbarung mit der Muglhofer Gruppe abschließen. Auch die Löschwasserversorgung muss sichergestellt sein. Sind diese Punkte geklärt, gilt das Einvernehmen der Kommune als erteilt.

Kein Problem hatte der Gemeinderat mit dem geplanten Bau einer größeren Garage im Letzauer Baugebiet "Kirchberg". Der Steinfrankenreuther Weg, ein etwa 600 Meter langer Wald- und Feldweg, hat keine öffentliche Bedeutung mehr. Er wird nur noch von einem einzigen direkten Anlieger genutzt. Nach dem Willen der Mehrheit des Gremiums soll er entwidmet werden, obwohl er bisher gar nicht gewidmet war. Den Verwaltungsakt hat das Landratsamt empfohlen, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit eines Widerspruchs einzuräumen.

Der Gemeinderat beschloss, den Fußboden im Mehrzweckraum des Gemeindehauses zu sanieren, nicht zu erneuern. Ein Fachmann habe vorgeschlagen, für etwa 10 000 Euro breitere Streifen zu ersetzen. So überstehe er zuverlässig die nächsten zehn Jahre. Nach Meinung des Experten sei der Boden in der Vergangenheit ganz falsch gereinigt worden. Ein neuer Belag koste etwa das Dreifache, sagte Rauh.

Nach der Kündigung des bisherigen Vertragspartners sucht die Gemeinde Theisseil nach einem neuen Betrieb, der den Winterdienst übernimmt. Interessierte können bei der Verwaltung melden.

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