06.07.2017 - 14:10 Uhr
TheisseilOberpfalz

Diskussion um Dorferneuerung Vier Varianten für Roschau

Zentrales Element der Dorferneuerung in Roschau ist die Ortszufahrt von der Kreisstraße NEW 27. Derzeit führt eine steile Rampe aus dem Ort hinein und auch heraus. Das sei nicht regelkonform. Nun haben die Roschauer vier Varianten für eine Lösung erarbeitet.

Eine steile Rampe führt von der Kreisstraße nach Roschau hinein und heraus. Bild: fz
von Ernst FrischholzProfil

Roschau. (fz) Es war eine hitzige Diskussion um ein wichtiges Thema für die Bürger. Neben dem Gemeinderat waren Bauoberrat Erik Bergner und Teresa Meyer vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), Gunter König und Michael Wenning vom Büro König in Weiden sowie die Bürger im Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses zur Informationsversammlung zusammengekommen.

Bergner informierte, dass es für die Dorferneuerungen Roschau und Wilchenreuth eine Million Euro Fördermittel vom ALE gebe. "Rechnet man das mit dem Eigenanteil der Gemeinde und weiteren Zuschüssen hoch, dann sind das etwa zwei Millionen Investitionssumme." Dabei müsse man sich auf "Schlüsselmaßnahmen" konzentrieren, da nicht alles umsetzbar sei. Eine solche sei die Ortszufahrt, betonte König, der selbst in Roschau wohnt. Dazu käme die Situation vor der Kapelle. Für die Verbesserung der Ortszufahrt von der NEW 27 her legte König vier Varianten vor. Zum einen könne die bestehende Achse der steilen Aus- und Einfahrt mit einem Keil ausgleichen werden. Das sei allerdings schwierig wegen des Höhenunterschieds. "Die Straße ist dann beim Feuerwehrhaus höher als der Zugang des Feuerwehrhauses wäre."

Die zweite Möglichkeit sei, die Zufahrt Richtung Neustadt zu versetzen - links am alten Feuerwehrhaus vorbei und dann wieder auf die alte Straße schwenken. "Damit würde der Feuerwehr der Platz zum Parken, der auch als Festplatz dient, genommen." Die dritte Variante führe über das alte Feuerwehrhaus, das abgebrochen wird, schräg nach rechts auf die bisherige Zufahrt zurück. Bei allen drei Varianten wäre das alte Feuerwehrhaus nicht zu halten, sagte König. Auch über die Möglichkeit wurde diskutiert, die Einfahrt noch weiter Richtung Neustadt zu verschieben und neben Zufahrt eine komplett neue Straße unterhalb des Feuerwehrhauses zu bauen.

König bezeichnete alle vier Varianten als "kostenneutral" - das Stichwort für Bürgermeisterin Marianne Rauh. "Wir müssen mit der Million Förderung haushalten und im Kopf haben, dass hier auch Wilchenreuth enthalten ist. Da darf uns nicht die Luft ausgehen." Franz Pöllath, Roschauer und Feuerwehrvorsitzender, machte deutlich, dass die Wehr über all die Jahre versucht habe, das alte Feuerwehrhaus zu halten. "Das gehört zu Roschau. Die ersten drei Varianten wären eine große Beeinträchtigung für die Feuerwehr und das darf nicht sein."

Die Erneuerung dürfe nicht zum Nachteil für Roschau werden, "die Feuerwehr darf nicht eingeengt werden." Die Bürger forderten einstimmig eine "sichere Zufahrt". Das sei vor allem bei Variante vier gegeben. "Das ist die einzige regelkonforme Zufahrt", erklärte Wenning vom Büro König. Bergner betonte, dass es wichtig sei, dass sich der Landkreis an einer technischen Lösung beteilige. Die Roschauer entschieden, mit Variante "vier" in die Gespräche mit dem Landkreis zu gehen.

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