Stromtrasse SüdOstLink informiert
Nicht alle Fragen geklärt

Die Bürger suchen wie Georg Hartinger (zweiter von rechts) und seine Ehefrau Gunda (zweite von links) aus Bechtsrieth ausgiebig das Gespräch mit den Vertretern der Tennet
Vermischtes
Theisseil
31.03.2017
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(fz) Der Süd-Ost-Link als eines der zentralen Netzausbauprojekte der Energiewende als Gleichstromtrasse zwischen Wolmirstedt bei Magdeburg und dem Kraftwerk Isar bei Landshut wird als Erdkabel geplant. Tennet verantwortet dabei die Planung der Leitungen von der bayerischen Landesgrenze bis zum Endpunkt Isar.

Über die anstehenden Untersuchungen und die nächsten Schritte informiert Tennet gerade bei sogenannten Infomärkten. Einer davon für den Landkreis Neustadt/WN war kürzlich im Sparrer-Wirtshaus in Letzau. "Während es tags zuvor in Wernberg-Köblitz außerordentlich ruhig mit wenig Besuch zuging, merken wir hier vom Besucherstrom schon das große Einzugsgebiet", stellte die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei Tennet, Carolin Kürth, fest.

Kein endgültiger Verlauf

Die Schautafeln mit Plänen und Ausführungen waren umlagert. Einer unter ihnen ist auch Georg Hartinger aus Bechtsrieth, der laut eigener Aussage sehr spät von der möglichen Trasse zwischen Bechtsrieth und Trebsau erfahren habe. Er stellte fest, dass die Gemeinde nebst zwei Hochspannungsleitungen weiter in die Stromtrassenzange genommen werde, falls es so komme.

Eine ganze Reihe von Tennet-Mitarbeitern waren vor Ort und sprachen mit den Besuchern, die sich interessieren. "Wir stellen hier die aktuelle Planung und nicht nur den östlichen Vorschlagskorridor, sondern auch die alternativen Planungen vor", betonte Kürth. Die Interessierten wollten wissen, wo das Erdkabel endgültig verlaufe. Darauf könnten die Mitarbeiter vor Ort keine Antwort geben, hieß es. Genauso sei es bei der Entschädigung, die politisch entschieden werden müsse.

Viele Leute bemängelten, dass sie wie aus heiterem Himmel vom Ostkorridor als favorisierte Vorschlagstrasse überrascht wurden. Viele Fragen der Besucher bezogen sich auf Naturschutzgebiete und Biotope. Dies zu überprüfen sei ein nachgelagerter Schritt, erläuterte Kürth. Tennet informierte über die nächsten Phasen.

Das sind die abschnittsweisen Antragskonferenzen, die Mitte Mai anlaufen. Dabei bringen die Träger der öffentlichen Belange ihre Anregungen und Einwendungen ein und genauso könne das jeder Bürger praktizieren. Detailprüfungen wie etwa Natur- oder Artenschutz stehen erst danach an.

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Weitere Informationen zum SüdOstLink:

www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/suedostlink/korridorverlauf/
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