Das Moderne Theater Tirschenreuth ist im Kulturleben der Region eine „ganz große Nummer“
Eigene Bühne auf dem Spielplan

Die Vorstandschaft des Modernen Theaters Tirschenreuth mit (von links) Karl Schwägerl, Anja Berner, Florian Winklmüller, Anton Beer, Manfred Grüssner, Herbert Kreuzer, Inge Rankel und Stefanie Ohle. Bild: ubb
Kultur
Tirschenreuth
19.03.2017
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Das Moderne Theater Tirschenreuth ist im Kulturleben der Region eine "ganz große Nummer". Und das soll auch das Luitpold-Theater werden. Aber da geht halt der Vorhang noch nicht auf.

Wird es ein Comeback oder nicht? Die Wiederbelebung des Luitpold-Theaters war einmal mehr Hauptthema bei der Jahreshauptversammlung des Modernen Theaters Tirschenreuth (MTT). Wenn es auch finanziell in Richtung Sanierung forsch aufwärts geht für den Verein, war es einmal mehr Bürgermeister Franz Stahl, der einerseits die fantastische Spendensituation des Vereins nur loben konnte, aber dennoch die Euphorie der Theaterleute mit nüchternen Zahlen stoppte.

Immerhin hatte Stahl die gute Nachricht dabei, dass es Gespräche zur Sanierung des ehemaligen Kinos gebe und über Fördermöglichkeiten gesprochen werde. Und es gebe politische Stütze unter anderem durch MdL Tobias Reiß.

Der Bürgermeister musste dennoch an die Folgekosten wie Personal und Management erinnern, die ebenfalls gesichert sein müssten. Stahl meinte, die Spielstation sei nicht absolut ausschlaggebend, wichtig sei das Theaterspielen. Dafür bedankte er sich beim MTT als eine "ganz große Nummer" für Tirschenreuths Kultur.

Nach wie vor liegen die geschätzten Sanierungskosten für das alte Kino bei 2,5 Millionen Euro. Zwei Drittel könnten laut Stahl gefördert werden. Die weitere gute Nachricht aus der Stadt: Das diesjährige Stück "Jedermann" wurde durch den Stadtrat einstimmig abgesegnet. "Und da gibt es keine Fördermittel, die Stadt stemmt das alles gerne selbst", betonte Stahl, der von einem sechsstelligen Betrag sprach.

Fest steht auch schon der Premierentermin am 21. Oktober. Leider müssen die Theaterdarsteller diesmal auf ihren geliebten Johannes Reitmeier als Regisseur verzichten. Dessen Part übernimmt Stefan Tilch, der aber in Tirschenreuth bereits bekannt ist. Noch vor dem "Jedermann" werden einige MTT-Mitglieder beim Tirschenreuther Kultursommers zu erleben sein.

Unter Regie von Manfred Grüssner und Marianne Stangl wird in einem Workshop ein Theaterstück zum Thema "Johann Andreas Schmeller" erarbeitet. Probenbeginn ist am heutigen Montag um 18.30 Uhr im Steigersaal des Kettelerhauses. Projektleiter Manfred Grüssner wünschte sich dafür noch mehr personellen Einsatz.

Und weil's im Jahr 2016 so ein schöner Erfolg war, wird bereits jetzt für die Eigenproduktion "Servus King" in Kooperation mit dem Landestheater Oberpfalz im Frühjahr 2018 eine Wiederaufnahme geplant. Vorsitzender Florian Winklmüller bedankte sich in seinem Rückblick auf die vergangene Theaterzeit herzlich bei den aktiven Mitgliedern vor und hinter den Kulissen, die nicht nur für "Servus King" ganzen Einsatz gezeigt hätten, sondern auch anderweitig wie für die adventlichen "Betthupferlgeschichten", beim Bürgerfest oder für ein Gastspiel im tschechischen Plan.

Was sein muss, muss sein: Vorsitzender Florian Winklmüller lud zu Neuwahlen ein mit dem Hinweis, dass aufgrund der Verzögerung ins neue Jahr 2017 das Amtsgericht bereits nachgefragt habe, wann damit beim MTT zu rechnen sei. Dafür ging die verspätete Neuwahl rasch über die sprichwörtliche Bühne.

Wieder in seinem Amt bestätigt wurde Florian Winklmüller als Vorsitzender. Seine Stellvertretung übernimmt Manfred Grüssner, 3. Vorsitzender ist Anton Beer. Als Schatzmeister wurde Günther Kraus bestimmt, Stefanie Ohle ist die neue Schriftführerin. Zu Beisitzern wurden Karl Schwägerl, Martin Dittmann, Herbert Kreuzer und Anja Berner gewählt, zu Kassenrevisoren Gerlinde Lindner und Inge Rankel.
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