Eigenproduktion des Modernen Theater Tirschenreuth ein voller Erfolg
Elvis sagt 2018 wieder Servus

Die Schauspieler und Musiker zusammen mit dem Regisseur Daniel Grünauer (vorne Mitte) nach der geleungenen Generalprobe. Mit der Eigenproduktion "Servus King - Elvis in der Oberpfalz begeisterten sie über 2500 Zuschauer in Tirschenreuth, Vohenstrauß und Neunburg vorm Wald. Bild: hfz
Kultur
Tirschenreuth
16.12.2016
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Über 2500 Besucher haben "Servus King - Elvis in der Oberpfalz" gesehen. Die Eigenproduktion des Modernen Theaters Tirschenreuth in Kooperation mit dem Landestheater Oberpfalz war ein voller Erfolg. Deshalb verspricht Vorsitzender Florian Winklmüller eine Wiederauflage.

Die Abrechnungen sind noch nicht alle gemacht, aber Florian Winklmüller spricht von mindestens einer "schwarzen Null". Sollte gar etwas übrig bleiben, fließt der Erlös ins Sparschwein, in dem Geld für den Eigenanteil zur Restaurierung des alten Luitpold-Kinos gesammelt wird. Denn daran hält das MTT als Spielstätte nach wie vor fest. "Servus King" war die bisher teuerste Produktion, kostete rund 60 000 Euro. Bezuschusst wurde sie vom Kulturfonds Bayern, der nur Produktionen unterstützt, von dessen Qualität das Entscheidungsgremium überzeugt ist - ein großer Imagegewinn für MTT und LTO. Unter der Regie von Daniel Grünauer, Schauspieldramaturg und Regisseur am Theater Ulm, ist aus der Feder des Radiomachers Uli Scherr aus Regensburg ein grandioses Bühnenstück entstanden.

Wiederaufnahme 2018

Fünfmal wurde es vor ausverkauftem Haus in Tirschenreuth gespielt, vier sehr gut besuchte Aufführungen gingen in Vohenstrauß über die Bühne. Nicht ganz so zufrieden war man mit der Vorstellung in Neunburg vorm Wald. An eine Wiederaufnahme im Frühjahr 2018 ist bereits gedacht. Im kommenden Jahr erlaubt es die Agenda des MTT nicht. Da wird in der Kreisstadt zum zweiten Mal der "Oberpfälzer Jedermann" gespielt. Und im Sommer ist das MTT beim "Kultursommer im Fischhofpark gebunden. "Es war einmal mehr eine Produktion, bei der sich alle Beteiligten sehr wohl gefühlt haben", freut sich Winklmüller. Echte Teamarbeit habe man da gespürt. Und: "Gute Leistungen sind zu sehen gewesen." Über 50 Leute waren auf und hinter der Bühne beschäftigt.

Einmal mehr streicht Winklmüller die Topleistungen der Musiker hervor. Dass, wie teilweise berichtet worden ist, die Musik der drei jungen Hauptakteure auf der Bühne von der Konserve kam, dementiert er. "Alles, was an Musik zu hören war, war Hundertprozentig live, genauso wie der Gesang."

Sowohl auf als auch hinter der Bühne habe alles hervorragend geklappt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, als zum Beispiel plötzlich der eine oder andere Akku im Mikrofon versagte oder Markus Pleyer den Mikrofonstecker nicht in die dafür vorgesehene Buchse im Tonbandgerät verankern konnte. Er mimte im Stück einen Tontechniker des Radiosenders, der ein Team geschickt hatte, um den echten Elvis vor das Mikrofon zu bekommen. "Das Einstecken dauerte und dauerte. Aber schließlich baute Sofia Mindel, die die Reporterin spielte, die kleine Panne einfach mit ein. Und alle Zuschauer glaubten, das müsse so sein."

Badewanne umgekippt

Dass man ein Stück nicht genug proben kann, zeigte ein Vorfall, der auf der Bühne verheerend gewesen wäre. Als der Vorsitzende, der den Bürgermeister des fiktiven Ortes spielte, bei einer Probe in die große Blechwanne stieg, kippte die um und nahm auch noch einen kleinen Schrank mit. Zwei Bretter wurden daraufhin an den Füßen der Wanne angeschraubt und verliehen ihr die nötige Standfestigkeit während der Aufführungen.
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