Förderverein "Freunde der Musikschule des Landkreises Tirschenreuth" zieht Bilanz
"MuT" macht Mut

Vorsitzende Theodora Kupke (Fünfte von rechts) kann sich auch weiterhin auf ein gutes Team verlassen. Bürgermeister Franz Stahl (rechts) gratulierte den Gewählten und sicherte dem Verein die Unterstützung der Stadt Tirschenreuth zu. Bild: wro
Kultur
Tirschenreuth
05.11.2017
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Verabschiedet wurden Sonja Daubner (links), Inge Trissl (rechts) und Alfred Vollath (Zweiter von rechts). Vorsitzende Theodora Kupke (Zweite von links) sagte Dankeschön für die langjährige Zusammenarbeit.

Die Freunde der Musikschule haben sich zum Ziel gesetzt, für den Erhalt und den Ausbau der Musikschule einzutreten. Da das Geld für die Aufgaben hinten und vorne nicht ausreicht, beschreitet der Verein jetzt völlig neue Wege.

Die Förderung und finanzielle Unterstützung begabter Musikschüler, die Anschaffung von Musikinstrumenten sowie die Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Projekten sind weiter die wichtigsten Aufgaben des Vereins "Freunde der Musikschule des Landkreises Tirschenreuth" ("MuT"). Dies wurde in der Jahreshauptversammlung im "Wohnorama-Restaurant" des Möbelhauses Gleißner deutlich.

Defizit beklagt

Vorsitzende Theodora Kupke sprach in ihrem Rückblick auch die Aufführungen des Stücks "Orpheus in der Unterwelt" an, die bedauerlicherweise ein Defizit in Höhe von 4500 Euro eingebracht hätten. 2500 Euro davon habe der Verein übernommen. Erfreulich sei dagegen, dass mit Julia Thoma vor wenigen Wochen das 500. Fördermitglied in den 2006 von 40 Mitgliedern ins Leben gerufenen Verein aufgenommen worden sei.

Bei den Neuwahlen wurde Kupke für weitere zwei Jahre als Vorsitzende bestätigt. Unterstützt wird die Wiesauerin von zweitem Vorsitzenden Dr. Xaver Strasser aus Tirschenreuth. Neu im Amt ist Schatzmeister Bernhard Müller aus Kondrau. Liselotte Kulzer (Tirschenreuth) wurde als Schriftführerin bestätigt. Beiräte sind Lutz Beckmeyer, Heinz Hofmann, Irmgard Strössenreuther, Julia Thoma, Wolfgang Trottmann und Luise Zandt. Die Kasse prüfen Irmgard Hegen und Paulus Mehler. Nicht mehr zur Wahl gestellt hatte sich Alfred Vollath, der jahrelang die Bücher geprüft hatte. Auch die beratenden Mitglieder Martina Gmeiner, Inge Trissl und Sonja Daubner schieden aus.

Bürgermeister Franz Stahl zeigte sich von der Arbeit des Fördervereins begeistert. Man brauche auch ein wenig Mut, um sich bei "MuT" einzubringen", scherzte das Tirschenreuther Stadtoberhaupt. Gerne stelle die Stadt für Konzerte Einrichtungen kostenfrei zur Verfügung. Stahl forderte die anderen Kommunen dazu auf, genauso zu handeln.

Vorsitzende Kupke informierte weiter, dass mit jeweils 500 Euro drei Stipendiaten unterstützt worden sind. Angeschafft wurde ein Dirigentenpodest, gemietet wurden zwei Konzertflügel. Kupke bat, bei der Mitgliederwerbung nicht nachzulassen, zumal man aus verschiedenen Gründen zuletzt Fördermitglieder verloren habe.

Flut von Anträgen

"Wir hatten im vergangenen Schuljahr und auch heuer wieder eine Flut von Unterstützungsanträgen, die wir aus Mitgliederbeiträgen allein nicht mehr bestreiten konnten." Daher habe man sich dafür ausgesprochen, das Angebot "Crowd Funding" eines Geldinstituts anzunehmen. Das gesteckte Ziel seien bis Ende des Jahres 2500 Euro. "Bitte spendet, macht dafür Werbung", fügte Kupke hinzu. Eingesetzt werde das Gelder für das Projekt "Musikunterricht für Kinder alleinerziehender Mütter".

Unterstützung leiste der Verein auch bei einer Pragreise der Jazz-Combo der Musikschule, einer Big-Band-Freizeit in Franzensbad und dem Jazzworkshop Frydlant in der Tschechischen Republik. "Dies ist allein aus Mitgliedsbeiträgen nicht zu finanzieren." Angewiesen sei man daher auf Spenden und Aktivitäten des Vereins. Die Einnahmen bei der Publikumsbewirtung bezifferte sie auf rund 3000 Euro allein in diesem Jahr. "Aber es ist nicht leicht, dafür Helfer zu finden", bedauerte sie. Weitere Einnahmen habe man auch aus dem Instrumentenverleih.

Vorrangig wolle man Sozialfälle bezuschussen und unbürokratisch Gebühren übernehmen, um vielen Kindern Musikunterricht zu ermöglichen. "Besonders Kinder aus sozial schwachen Familien gibt das Erlernen eines Instruments und das Vorspielen Selbstvertrauen und Selbstsicherheit", hob Kupke hervor.

Die Werbetrommel rührte sie bereits für ein Benefizkonzert ehemaliger Musikschüler am Freitag, 29. Dezember, in Waldershof. Weitere Benefizkonzerte seien für Februar geplant.
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