20.08.2010 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Holzbildhauer Peter Rappl mit dem Förderpreis des Berchtesgadener Landes ausgezeichnet: Als Geselle schon ein Meisterstück

Mit einem beeindruckenden Gesellenstück schloss Peter Rappl aus Tirschenreuth seine Ausbildung zum Holzbildhauer in Berchtesgaden ab. Mit einer Gesamtnote von 1,53 zählt er zu den besten Absolventen.

von Autor HEBProfil

Eigentlich müsste es "Bildender Künstler" heißen, denn dieser Begriff wird den Fähigkeiten des jungen Tirschenreuthers eher gerecht. Für sein Gesellenstück, eine originalgetreue Schnecke aus einem Eichenstamm von etwa einem Meter Durchmesser geschnitzt, hat Peter Rappl eine glatte 1,0 bekommen und wurde dazu mit dem Förderpreis für hervorragende gestalterische Leistung als Holzbildhauer des Berchtesgadener Landes ausgezeichnet.

Mit Entwurf, Modellieren, Formbau und Schnitzen wandte er zehn Wochen Zeit auf und darf nun stolz auf seine über zwei Meter hohe Skulptur sein. Diese stellte er der Stadt Tirschenreuth zur Verfügung. Eigentlich möchte er mit dem tollen Kunstwerk gerne einen Beitrag zur künftigen Gartenschau "Natur in Tirschenreuth 2013" leisten.

Bis dahin steht die Figur im ersten Stock des Rathauses und kann dort bewundert werden. So ganz nebenbei leistet sie einer bereits vor einigen Jahren entstandenen Skulptur von Peter Rappl Gesellschaft. Damals hatte er die drei markantesten Türme von Tirschenreuth, die der katholischen und evangelischen Kirchen und den Klettnersturm, zu einer über 1,70 Meter hohen Skulptur gebündelt, die bei den Rathausbesuchern immer wieder große Bewunderung auslöst. Der 28-jährige Künstler ist ein gebürtiger Tirschenreuther und mit seiner Heimatstadt tief verwurzelt. Seine Ausbildung absolvierte er an der Berufsfachschule für Bildhauerei in Berchtesgaden, die auf eine über 150-jährige Tradition zurückblicken kann und eine der anerkanntesten Bildhauerschulen Deutschlands ist.
"Mit Krippen- oder Heiligenschnitzerei hat die Ausbildung aber nicht viel zu tun", sagt Peter Rappl selbstbewusst. Eher stehen das Handwerk an sich und die zeitgenössische Bildhauerei im Mittelpunkt. So gehören zur dreijährigen Ausbildung neben der fachlichen Praxis mit Modellieren, Schnitzen, Formenbau, Aktstudium, Vergolden oder Fassmahlen auch noch Fachzeichnen (Freihandzeichnen, Schrift, Technisches Zeichnen), Grafik (Radierung, Holzschnitte, Linolschnitte) und natürlich die Allgemeinbildung.

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