Neue Krippe im Museumsquartier
Krippe mit Tirschenreuther Typen

In Delegationsstärke waren die Krippenfreunde gekommen, um Bürgermeister Franz Stahl (rechts) die "Finsterbeck-Krippe zu präsentieren. Hans Lindner (vorne links) erläuterte die Details. Bilder: Grüner (3)
Kultur
Tirschenreuth
10.12.2016
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Das Museumsquartier ist um eine Attraktion reicher. Die "Finsterbeck-Krippe" von Robert Schneider ist jetzt im Besitz der Krippenfreunde. Und das ist ein ganz besonderes Stück

Die Krippenfreunde stellten ihre neueste Errungenschaft Bürgermeister Franz Stahl vor. Hans Lindner erläuterte dem Stadtoberhaupt die Geschichte der Krippe, zu der Wolfgang Fischotter eine Beschreibung (Kasten) angefertigt hat. Lindner erklärte, dass diese Neuanschaffung nicht die einzige ist. Im Missionshaus Sankt Peter haben die Krippenfreunde ein ganzes Stockwerk angemietet. Dort schnitzen sie, lagern Hölzer und Werkzeuge und haben noch sechs weitere Krippen in verschiedenen Zimmern aufgebaut. Die können jeweils dienstags von 18.30 bis etwa 21 Uhr besichtigt werden.

Einfach läuten

In diesem Zeitraum sind die Schnitzer vor Ort und freuen sich über jeden Interessierten, egal ob er selbst schnitzen will oder zum Krippenschauen kommt. Entsprechende Erklärungen liefern die Krippenfreunde dazu dann auch. Am Hauptgebäude rechts von der Buchhandlung befindet sich die Eingangstüre. Dort einfach läuten und warten. Ein Krippenfreund holt den Besucher ab. Eingangsbereich und Türe sind gut beleuchtet und ein Zurechtfinden ist auch bei Dunkelheit kein Problem.

Freilich wünschen sich die Krippenfreunde mehr Ausstellungsfläche, um ihre Schätze als Dauerausstellungen der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Im Museum sei das nur sehr begrenzt möglich, erklärte der Bürgermeister, der das Anliegen aber "im Hinterkopf behalten" will und bei geeigneten Lokalitäten an die Krippenfreunde denken wird.

Viele Krippenbesitzer seien geneigt ihre Krippen an die Krippenfreunde abzugeben, aber fast immer mit der Auflage: "Aber nur, wenn sie nicht in irgendwelchen Schachteln verschwinden, sondern auch öffentlich gezeigt werden", so Lindner.

Die "Finsterbeck-Krippe" hat auf jeden Fall ihren Stammplatz im Museum bekommen und steht direkt neben dem Eingang zur Krippenabteilung. Darin gibt es keinen Platz mehr für eine weitere Anlage. Die ältesten Figuren darin sind kurz nach dem großen Stadtbrand nach Motiven der Papierkrippe von Maurus Fuchs entstanden. Viele Figuren hat Robert Schneider im Lauf der Jahre dazu geschnitzt und die Anlage sukzessive erweitert. In der Advents- und Weihnachtszeit war sie in seinem Wohnzimmer aufgebaut.

Franz Stahl dankte den Krippenfreunden für, "dieses ganz besondere Stück". Das Ausstellen von Krippen sei ein wichtiges Mittel, um diese Kunstform für die Zukunft zu sichern. Besonders angetan haben es dem Stadtchef die ganz besonderen Tirschenreuther Typen, denen Robert Schneider einen Platz in der Landschaft gewidmet hat - eine davon ist Franz Stahl. Auf einem Schild ist die "Finsterbeck-Krippe" ausführlich erklärt. Wem das zu wenig an Information ist, kann sich am Sonntag, 11. Dezember, ab 13 Uhr schlau machen lassen. Die Krippenfreunde stellen an diesem Nachmittag im MQ einmal mehr ihr Können unter Beweis und beantworten ganz nebenbei auch alle Fragen zur "Finsterbeck-Krippe". Außerdem gibt es Kaffee und Kuchen. Für die vorweihnachtliche Zithermusik sorgt an diesem Nachmittag Rosa Zeitler.

Im Schaukasten

Wer am Sonntag nicht ins MQ kommen kann, hat Gelegenheit den neuen Krippenschatz während der Museums-Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen. Auch im Schaukasten der Krippenfreunde am ehemaligen "Musl-Kino" kann man sich Fotos und die ausführliche Beschreibung ansehen.
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