Die Zukunftscoaches in der Metropolregion Nürnberg tauschen ihre Erfahrungen aus
Ein Netzwerk guter Ideen

Die Zukunftscoaches der Metropolregion Nürnberg trafen sich in Tirschenreuth, um über die bereits erfolgten und geplanten Projakte zu diskutieren. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
27.04.2013
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Fehlende Arbeitskräfte, eine älter werdende Belegschaft und strukturelle Veränderungen im Ausbildungsmarkt - der demografische Wandel greift auch in den Arbeitsmarkt. "Mit enormen Auswirkungen", wie Landrat Wolfgang Lippert beim Treffen der Zukunftscoaches der Metropolregion Nürnberg erläuterte.

Diese Herausforderung müssten Politik, Betriebe, Institutionen und Schulen gemeinsam angehen. "Nur so lässt sich der demografische Wandel bewältigen." Den Zukunftscoaches bescheinigte der Landkreischef viel Elan. "Sie versuchen mit guten Ideen die Probleme zu bewältigen."

In 15 Landkreisen und Städten der Metropolregion Nürnberg arbeiten Zukunftscoaches an den Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. Ihre besondere Stärke ist dabei die Vernetzung. Landkreisübergreifend werden Projekte angestoßen, die eine Region allein mangels Teilnehmer, Gelder oder anderer Hürden nicht angehen könnte.

Die Tirschenreuther Zukunftscoaches Andreas Büttner und Wolfgang Prebeck berichteten über ihre Projekte, die Schüler beim Übergang von Schule zu Beruf unterstützen. So startete im März die "Woche der regionalen Ausbildung" mit den Staatssekretären Katja Hessel und Markus Sackmann. Im Juni findet eine Berufe-Tour für Schüler aus dem Landkreis statt, zu der sich bereits über 100 Teilnehmer angemeldet haben. Zudem sollen verstärkt duale Studiengänge in der Region geschaffen werden, um jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen. Auch eine Techniker-Schule soll angesiedelt werden.
Bereits in Vorbereitung befindet sich eine Aus- und Weiterbildungsfibel. Sie soll jungen Menschen, die gerne in der Region bleiben würden, Ausbildungsstandorte in ihrer direkten Umgebung aufzeigen. "Eine solche Informationsquelle gibt es bisher noch nicht", betonte Andreas Büttner. "Alle Suchmaschinen bieten eine Suche sortiert nach Berufen an, aber keine sagt mir, welche unterschiedlichsten Möglichkeiten es in einem 15-Kilometer-Radius um meinen Wohnort gibt. Vielleicht entscheidet sich ein Schüler für eine Ausbildung als Uhrmacher im Nachbarort, den er mit dem Fahrrad erreichen kann, weil er zum bekannten Großbetrieb in 25 Kilometer Entfernung keine Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln findet."

Es gelte, auf das Angebot vor Ort aufmerksam zu machen. Das Berufsschulzentrum in Wiesau, sei hervorragend ausgerüstet. Mit vielen Hunderttausend Euro aus Landkreismitteln sei der Bereich Metall mit topmodernen Lehr-Maschinen ausgestattet worden.

Entsprechend stand im März der Infotruck der bayerischen Metall- und Elektroindustrie eine Woche lang auf dem Schulhof in Wiesau. Das Interesse der Schüler war so groß, dass bereits mit der Planung für eine Woche der regionalen Ausbildung für das kommende Jahr begonnen wurde, dann zu Berufen im sozialen Bereich.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.zukunftscoaches.de
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