02.08.2005 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Domkapitular Reinhard Pappenberger beeindruckt die Pilger bei der St. Anna Wallfahrt Weg von seelischer Leere

Domkapitular Reinhard Pappenberger wird mit dieser beeindruckenden Predigt in guter Erinnerung bleiben. Bei der Wallfahrt zu St. Anna in Plan rief er auf, dem Wohlstandsdenken den Rücken zu kehren.

von Autor KODProfil

Am Gnadenbild von St. Anna in Plan sei das Leitbild für viele Lebenslagen abzulesen. Besonders in der heutigen Zeit, wo viele Menschen das Lebensziel aus den Augen verloren haben, wäre die heilige Mutter Anna mit den ausgestreckten Armen die Zukunftsweisende.

Die zahlreichen Pilger lauschten den Worten des Festpredigers im vollbesetzten Gotteshaus und spendeten großen Beifall für die eindringlichen Worte. Zum Schluß des Gottesdienstes konnte Herbert Konrad als Vorsitzender des Förderverein St. Anna Ehrenteller an verdiente Personen aushändigen, die für die Wallfahrt großartige Dienste geleistet haben. Diese Auszeichnung erhielten Rosa und Franz Schöner aus Mähring sowie Karl Eibl und Gerald Schultes aus Tirschenreuth. Durch die große Spendenbereitschaft kann zudem weiter an der Erneuerung der elektrischen Anlage gearbeitet werden, so der Vorsitzende.

Betend und singend bewegte sich der stattliche Pilgerzug zur Wallfahrtskirche, wo sie von vielen Pilgern empfangen wurden. Der Fördervereinsvorsitzende Herbert Konrad konnte neben den beiden Bürgermeistern, Karel Vrzala aus Plan und Franz Stahl aus Tirschenreuth auch MdB a. D. Dr. Fritz Wittmann sowie die Vertreter des Heimatkreises Plan-Weseritz begrüßen.

Domkapitular Reinhard Pappenberger, galt jedoch ein besonderer Willkommensgruß. Der Regensburger Geistliche führte die 16. St. Anna Wallfahrt an und ließ in seiner Festpredigt aufhorchen. Er stehe heute am Ursprungsort dieser Wallfahrt. Als Studierender an der Spätberufenenschule in Fockenfeld kam Pappenberger auch auf den Pfaffenbühl bei Mähring um die Entstehungsgeschichte der Gedächtniskirche zu erfahren. Vom Aussichtsturm sah er zur eigentlichen Wallfahrtskirche hinüber.

"Der Eiserne Vorgang ist gefallen, das Zertrennende ist überwunden." Die ausgestreckten Arme der Hl. Mutter Anna weisen darauf hin, dass sie in ihrem Leben auch viel loslassen musste um wieder zu empfangen. "In der heutigen Fortschrittsgesellschaft sind schnelle Ziele im Auge. Das eigentliche Ziel wird dabei oft nicht beachtet", so der Prediger. Hinter jedem Tun müsse zu erkennen sein, "wohin" möchte ich und "wozu" tue ich das. Sonst führe der Weg in die geistige und seelische Leere, wovon viele Verzweifelnde zeugen.

Dabei sei die ältere Generation in einer sehr wichtigen Pflicht, nämlich ihre Erfahrungen an die Kinder und Enkel weiterzugeben. Der Domkapitular verriet auch, wie man aus der Sackgasse des Wohlstandsdenkens herauskommen kann: "Einfach anfangen!"

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