Ferienjobs in der Region sind rar - Einblicke in interessante Berufsfelder
Bei schweren Walzen und im Bad

Lokales
Tirschenreuth
28.08.2014
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Es gibt viele Gründe für Jugendliche, in den Ferien zu "jobben". Nicht nur die Aufbesserung des Taschengeldes ist ein wichtiger Punkt, sondern auch das Hineinschnuppern in interessante Berufsfelder oder Kontakte knüpfen für die Zukunft. Im Stiftland sind die Möglichkeiten zum Geldverdienen in den Ferien allerdings rar und aus dem Grund begehrt. Deshalb sollte man mit der Bewerbung zeitig dran sein.

Die jungen Leute sollten sich bei der Suche nach einer Ferienbeschäftigung allerdings nicht nur auf Ausschreibungen verlassen. Meist ist es sinnvoller, bei einer Firma anzurufen und dort direkt nach einer befristeten Stelle zu fragen. Dadurch erhält man nicht nur Informationen, sondern kann auch gleich einen guten ersten Eindruck hinterlassen.

Erst ab 13 Jahren

Aber nicht jeder Heranwachsende, der Lust hat, darf sich einfach so einen Job suchen: Es gibt vom Gesetzgeber Regelungen, welche die zulässigen Arbeitsformen für Jugendliche vorschreiben. So ist es zwar durchaus erlaubt, ab dem Alter von 13 Jahren einer Tätigkeit nachzugehen, allerdings muss sie körperlich leicht zu bewältigen sein. Dazu gehört beispielsweise das Verteilen von Zeitungen. Ab 15 Jahren darf man schon bis zu vier Wochen im Jahr in den Ferien arbeiten und Jugendliche, die bereits ihre neunjährige Schulpflicht abgeleistet haben, können dann auch länger und ebenso außerhalb der Ferien einer Tätigkeit nachgehen. Um einen der doch recht raren Ferienjobs in der Region zu ergattern, muss man sich allerdings schon früh bewerben, ansonsten wird es sehr schwierig mit einer Stelle. "Ich empfehle, das gleich zum Jahresbeginn zu erledigen", rät Markus Bergauer von der Stadt Tirschenreuth. So erklärt er weiter, dass heuer lediglich fünf Stellen von der Stadt angeboten wurden, zwei davon im Freibad und drei im Kühlanlagenbereich. "Wir merken aber, dass die Tendenz bei den Zahlen der Bewerbungen im Vergleich zu den letzten Jahren leicht abgenommen hat."

Den Pool säubern

Eine der fleißigen Ferienjobber der Kommune ist die 16-jährige Jasmin Blei. Sie arbeitet für zwei Wochen im Tirschenreuther Freibad, wo sie den Rasen mäht oder das Schwimmbecken säubert. "Mir gefällt es hier sehr gut", erzählt sie. "Ich arbeite zwischen sechs und sieben Stunden im Bad und verdiene nicht schlecht." Jasmin hat aus dem Bekanntenkreis von der Stelle erfahren und sich daraufhin gleich bei der Stadt Tirschenreuth beworben. "Man braucht auch keine Vorkenntnisse", erklärt sie. "Alles nötige, was ich für die Arbeit wissen muss, wurde mir gezeigt."

Hohe Nachfrage

Eine abnehmende Tendenz bei den Bewerbungen kann Frau Petruschka von der Firma Kassecker in Waldsassen nicht bestätigen. "Wir hatten heuer viele Bewerbungen, aber auch wir geben den Rat, sich gleich im Januar oder Februar um die Stelle zu bemühen, denn die Nachfrage ist viel höher, als das Angebot." Bei der Waldsassener Firma bewerben sich Mädchen wie Jungen gleichermaßen für Jobs im Büro oder auf der Baustelle. Bei der Tirschenreuther Hamm AG sind aufgrund des Betriebsurlaubes weniger Ferienjobber tätig. Zurzeit beschäftigt Hamm laut Marketingleiter Gottfried Beer vier junge Arbeiter und erklärt: "Ferienjobs bieten wir für Schüler ab 15 Jahren an und die Bewerbung ist bei uns ganzjährig möglich." Noch vor einigen Jahren gab es etliche Jugendliche, die im Servicebereich mitgearbeitet haben. Durch die Verschärfung der internationalen Bedingungen ist dieser Posten für die Ferienarbeiter allerdings weggefallen.

Einblicke gewinnen

Trotzdem sind momentan drei Mädchen im Alter von 21 und 22 Jahren in der Marketingabteilung der Firma eingesetzt, nicht nur vorrangig des Geldes wegen. "Durch mein Studium wollte ich einen Einblick in diesen Bereich erhalten", erklärt Julia Hecht. Sie und die 21-jährige Isabell Fischer absolvieren ein achtwöchiges Praktikum, während Marion Frank gleich zehn Wochen bei der Firma bleibt. Momentan helfen die drei bei der Planung einer Ausstellung mit.

Eigeninitiative gefragt

Viele Schüler sind aber nicht nur in den Ferien bei der Arbeit anzutreffen. Etliche verdienen sich auch während der Schulzeit Taschengeld dazu, damit das Portemonnaie ganzjährig gefüllt ist. So bietet beispielsweise Edeka Legat in Mitterteich und Waldsassen immer wieder Stellen für junge Leute an, aber auch das Cineplanet in Tirschenreuth. Hier ist Eigeninitiative gefragt. Wer also nebenher jobben möchte, sollte einfach zum Hörer greifen oder persönlich vorbeischauen und anfragen, ob momentan eine Stelle frei ist.
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