Kommunale Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft legt Jahresbilanz für 2011 vor
Erfolgreiches Geschäftsmodell

Über den erfolgreichen Jahresabschluss der Kewog freuen sich (von links) Geschäftsführer Bernd Büsching, Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Wolfgang Lippert und Prokuristin Marion Scharnagl. Bild: bz
Lokales
Tirschenreuth
24.07.2012
49
0

Nach den Turbulenzen im vergangen Jahr segelt die Kewog wieder in ruhigem Fahrwasser. Die Unternehmensgruppe präsentierte den Gesellschaftern am Dienstag im Haus St. Joseph in Waldsassen eine erfolgreiche Jahresbilanz für 2011.

Nach der teilweise doch recht heftigen Diskussion, ob das 1949 als Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft gegründete Unternehmen noch im vollen Umfang die kommunalrechtlichen Anforderungen erfüllt, wurde auch die Gesellschafterstruktur geändert. "Nach über 60 Jahren die erste grundlegende Satzungsänderung", so Geschäftsführer Bernd Büsching, der zusammen mit den Mitarbeitern fast 35 Prozent der Anteile hält. Damit ist die Mitarbeiter-Beteiligungs GmbH der größte Einzelgesellschafter.

Der mit der Regierung abgestimmte und von den zuständigen Gremien der beteiligten Kommunen verabschiedete Gesellschaftervertrag wurde am Dienstag auch offiziell abgesegnet. Im Herbst wird dann entsprechend den neuen Vorgaben noch der Aufsichtsrat geändert. Notwendig war der Schritt laut Büsching, "um die Unternehmensausrichtung zeitgemäßen Ansprüchen anzupassen und das erfolgreiche Geschäftsmodell weiter zu führen".

Dass es oft genug schwierig wird, öffentliche und privatwirtschaftliche Interessen unter einen Hut zu bringen, stellte der Geschäftsführer klar. "Aber, das müssen wir hinbringen. Wir können nicht bis in die letzte Konsequenz nur an die Wirtschaftlichkeit denken, sondern haben auch einen öffentlichen Auftrag."
Gleichwohl machte Büsching deutlich, dass die Kewog vom sozialen Wohnungswirtschaft alleine nicht existieren könnte. "Da müssten die Gesellschafter zuschießen und das ist nicht machbar", stimmte auch Landrat Wolfgang Lippert als Vorsitzender des Aufsichtsrates zu.

Obwohl im Landkreis Tirschenreuth nur niedrige Mieten zu erwarten sind, soll in den nächsten Jahren mehr Geld in die Instandhaltung der rund 1600 Wohnungen gesteckt werden, um die Wohnqualität zu sichern. "Diese Aufwendungen müssen aber durch die Erträge anderer Geschäftsfelder abgedeckt werden", so Büsching.

Gerade durch die von der Bundesregierung initiierte Energiewende und die windenergetisch günstigen Voraussetzungen in der nördlichen Oberpfalz könne die Kewog hier von ihren langjährigen Erfahrungen in diesem Bereich profitieren. "Mit der Gründung der Windenergie Landkreis Tirschenreuth GmbH & Co. KG hat man den Grundstein dafür gelegt", so Landrat Lippert, der in dem Engagement "Welt" nicht nur ein Instrument für bezahlbare Energie, sondern auch gegen die Verspargelung der Landschaft sah.

Mit Blick auf die anstehenden Projekte sprach der Aufsichtsratsvorsitzende auch von der Kewog als einen der wichtigsten Partner der Kommunen im Landkreis. Und er freute sich, dass die Wirtschaftsprüfer der Unternehmensgruppe mit allen Töchtern und Enkeln das uneingeschränkte Testat erteilt und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung bestätigt haben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.