Kreisausschuss setzt weiter auf wohnortnahe Versorgung
In der Fläche nicht zurückfallen

Lokales
Tirschenreuth
24.04.2013
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"Sehr schlecht" bezeichnete Wolfgang Lippert die wirtschaftliche Situation der Kliniken Nordoberpfalz AG. "Heuer gibt es aber Lichtblicke", so der Landrat in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Laut Wirtschaftsplan wird der Fehlbetrag dennoch voraussichtlich über 950 000 Euro betragen. Dabei war 2012 nur eine halbe Million Euro geplant gewesen.

Eine Verschlechterung gegenüber den Ansätzen also von exakt 450 880 Euro. Das Ergebnis 2011 ergab ein Minus von 909 053 Euro. Das Ergebnis für 2012 liegt noch nicht vor. Toni Dutz (CSU) forderte eine stärkere Berücksichtigung der Außenstellen bei den Investitionsplanungen. "Wir dürfen in der Fläche auf keinen Fall zurückfallen", mahnte er. Rainer Fischer (SPD) schlug in die gleiche Kerbe. "Die wohnortnahe Versorgung muss der wichtigste Aspekt bei den Planungen bleiben."

Vom Gesundheitsminister erwarte er Antworten darauf, wie wenigstens mittelfristig das Überleben kleinerer Einheiten gesichert werden könne. "Der Erhalt unserer kleinen Häuser ist und bleibt ein ewiger Kampf." An die Adresse des Aufsichtsrates formulierte Fischer: "Alle bisherigen Maßnahmen hatten ausschließlich dem Zweck gedient, alle Beteiligten zu stärken. Daran darf sich nichts ändern." Hans Klupp (FW) nahm ebenfalls die große Politik in die Pflicht. Nur wenn sie sich zu kleinen Einheiten bekenne, seien Lösungen möglich. "Hier lösen wir das nicht".

Hans Donko (CSU) mahnte den Sanierungsbedarf der Steinwaldklinik in Erbendorf an. "2013 muss mit den Planungen begonnen werden. Nicht zuletzt auch als Zeichen an die Mitarbeiter." Landrat Wolfgang Lippert erwiderte, dass das Konzept dafür im Mai im Aufsichtsrat vorgestellt werde.
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