Manfred Gradl, Erich Bitterer und Toni Müller aus ihren Ämtern verabschiedet
Drei Säulen des Waldvereins

Mit Manfred Gradl, Toni Müller und Erich Bitterer wurden drei aktive Mitglieder des Waldvereins aus ihren Ämtern verabschiedet. Im Bild (von links): Ehrenvorstand Manfred Gradl, 2. Vorsitzender Anton Gleißner, Toni Müller, 1. Vorsitzender Hermann Geiger und Erich Bitterer. Bild:hä
Lokales
Tirschenreuth
04.09.2014
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Sie waren wichtige Säulen im OWV und haben über Jahrzehnte die Geschichte des Waldvereins geprägt. Seit den Neuwahlen im Frühjahr sind sie ins zweite Glied zurückgetreten. Jetzt wurden Manfred Gradl, Erich Bitterer und Toni Müller beim alljährlichen "Dankeschönfests" im OWV-Heim verabschiedet.

Erich Bitterer, seit 1993 Mitglied im Verein, war 19 Jahre Wege- und Markierungswart. "Akkurat und sauber betreute er seine 270 Kilometer Wanderwege und hat sich durch seine Arbeit ein Denkmal gesetzt", betonte 2. Vorsitzender Anton Gleißner. "Den vielen Wanderern, die seinen Markierungen folgen, sagt Bittner somit noch lange wo es lang geht."

Unvergleichliches geleistet

Toni Müller ist seit 1965 im Verein und war nicht weniger als 40 Jahre Vogelschutzwart. Zuletzt hätte er 160 Nistkästen betreut. Rechne man die jährliche Betreuung über vier Jahrzehnte hoch, ergeben sich 6400 Reinigungen und Kontrollgänge. "Müller führte darüber hinaus aber auch akribisch Statistik über die Belegung nach Arten, etwa Vögel oder Fledermäuse", berichtete der 2. Vorsitzende. "Einmal gab es beim Öffnen eines Nistkastens eine Überraschung. Statt Vögel oder Fledermäusen befand sich darin ein Schwarm Hornissen, da hieß es schleunigst Reißaus zu nehmen", wusste Gleißner. Mit Manfred Gradl konnte der 2. Vorsitzende einen Mann auszeichnen und verabschieden der "Unvergleichliches" für den OWV geleistet hätte. In diesem Jahr hatte man Gradl bereits zum 70. Geburtstag gratulieren können. Seit 1961, also über 50 Jahre, ist Gradl Mitglied im Oberpfälzer Waldverein (damals in Altglashütte). In Tirschenreuth ist er seit 1976 beim Verein und seit 1978 in der örtlichen Vorstandschaft aktiv tätig. 1983 wurde Gradl zum Vorsitzenden gewählt, dieses Amt führte er bis 2004 aus, im gleichen Jahr wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Im Jahre 2010 hatte man Gradl noch einmal an die Spitze des Vereins, damit summierten sich seine Aktivitäten auf 24 Jahre Vorstand und sechs Jahre Ehrenvorstand. "Das sind 30 Jahre in verantwortlicher Stelle in einem der größten Vereine der Stadt Tirschenreuth. Die selbst gestellten Aufgaben des Vereins richtig umzusetzen, dazu gehören Brauchtumspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Vereinsgestaltung, verstand Gradl meisterhaft."

Manfred-Gradl-Haus

Als Krönung seines Schaffens erwähnte Gleißner den Bau des Vereins- und Wanderheims an der Rothenbürger Straße. In unzähligen Arbeitsstunden sei unter seiner Leitung von den OWV-Mitgliedern ein Haus erstellt worden, das seinesgleichen sucht. Das Aushängeschild des Vereins stehe schuldenfrei da und man könnte das Kleinod mit Fug und Recht auch als "Manfred-Gradl-Haus" bezeichnen. Gradl Verdienste seien in diesem Jahr auch öffentlich anerkannt worden, Landrat Wolfgang Lippert verlieh ihm die Johann-Andreas-Schmeller-Medaille.

Den drei Geehrten wurde für ihre Arbeit, Fleiß und Leistung je ein Geschenkkorb überreicht und OWV-Vize Anton Gleißner gab der Hoffnung Ausdruck, dass sie auch künftig mit dem OWV eng verbunden bleiben.
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