30.04.2007 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Martin Schulze rät beim Treffen der Landvolkbewegung zur aktiven Gestaltung der Zukunft Visionen gegen düstere Prognosen

Weniger Kinder und mehr alte Menschen: Düster sind die Prognosen der Bevölkerungsentwicklung in der Region für die nächsten 20 bis 25 Jahre - mit allen negativen Auswirkungen auf Schule, Familie und Gesellschaft.

von Autor KODProfil

Spürbar auswirken würden sich die Folgen erst richtig ab dem Jahre 2020 und danach. Vor diesem Hintergrund zeigte Martin Schulze bei der Jahreshauptversammlung der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Visionen für die Gestaltung der Zukunft auf. Der Referent der KLB-Diözesanstelle Regensburg stellte in Grafiken die aktuelle Lage und die prognostizierten Entwicklungen dar.

An Hand von praktischen Beispielen machte der Referent aber auch Mut, mit gezielten Visionen, die Zukunft wieder selbst zu gestalten. Prognosen gehen von gravierenden Veränderungen in Deutschland und in manchen Regionen aus. Auch der Landkreis Tirschenreuth sei von den 44 untersuchten Landkreise davon betroffen, sagte Schulze: Die "fetten Jahre" werden zunächst einmal vorbei sein. Deshalb sei es wichtig, so der Referent, Visionen für die Zukunft zu entwickeln.

An zwei bereits verwirklichten Beispiele zeigte Schulze die Erfolge auf. Es gelte das Selbstwertgefühl zu stärken, mit den eigenen Talenten die Zukunft gestalten und mit Selbsthilfe die eigenen Ideen in die Tat um zu setzen. "Wer sein Ziel nicht kennt, für den ist jeder Wind ungünstig. Wer aber sein Ziel kennt, der kommt auch sogar bei Gegenwind an sein Ziel", so Schulze abschließend.

Spende für Partnerland

Mit einem Scheck in Höhe von 540 Euro konnten die Vorsitzenden Bernhard Bäuml und Resi Konrad dem KLB-Geschäftsführer Martin Schulze überraschen. Damit soll die Aufbauhilfe für das Partnerland Senegal weiter unterstützt werden. Schulze versicherte, dass das Geld zum Aufbau von Familienbetrieben sehr gut angelegt ist. Von Kontrollgremien überwacht und nach strengen Vergaberichtlinien werde den Familien in dem westafrikanischen Staat das Geld als Kredit ausgehändigt - um etwa Getreide zu kaufen, einen Motor anzuschaffen oder ein Fischerboot zu erneuern.

Nach den ersten drei Jahren dieser Aufbaufinanzierung mit so genannten Mikrokrediten könne ein sehr positives Fazit gezogen werden. Die KLB der Diözese Regensburg werde deshalb Gelder für weitere drei Jahre zur Verfügung stellen.

Landvolk aktiv

Beeindruckt zeigte sich der Diözesangeschäftsführer von den Leistungen der KLB Tirschenreuth, die Vorsitzender Bernhard Bäuml in seinem Jahresbericht aufgezeigte. Neben verschiedenen Fachreferaten und Informations- und Freizeitveranstaltungen tritt das Landvolk bei der Christbaumaktion, beim Verkauf von Minibroten und bei kirchlichen Anlässen immer wieder in die Öffentlichkeit. Eingenommene Gelder werden jeweils als Spenden wieder der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

Voller Stolz und Dankbarkeit konnte Bäuml auch die Anschaffung einer Bruder-Klaus-Statue nochmals Revue passieren lassen. Nunmehr ist die von den KLB-Mitgliedern spendierte Holzstatue in der Gnadenkapelle zu finden.

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