Neues Kammerorchester im Stiftland vereint die Kräfte klassischer Orchestermusik im Landkreis
Alte Hasen und junge Füchse

Das "Kammerorchester im Stiftland" hat sich kürzlich gegründet. Die ersten öffentlichen Töne werden am Freitag, 14. Juni, im Kettelerhaus in Tirschenreuth erklingen. Die Proben dazu laufen längst. Bild: hfz
Lokales
Tirschenreuth
18.04.2013
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Glückliche Umstände führten unlängst zur Gründung eines Kammerorchesters, denn offensichtlich schwelte gleich in mehreren Köpfen ein solcher Wunsch. Bereitwillige Unterstützung versprach der Leiter der Kreismusikschule, Jakob Schröder nach einer entsprechenden Anfrage des Hornisten Jo Breusch.

Dann führte der Zufall mit Jörg Riedel einen erfahrenen Orchestermanager nach Tirschenreuth, und schließlich fanden sich Ende Januar auch genügend Musiker für diese Idee. Inzwischen treffen sich dienstags etwa 25 davon regelmäßig zur Probenarbeit im Stiftland-Gymnasium. Die Planungen für zwei Konzerte Mitte Juni schreiten stetig voran, das Ensemble hat sich sinnvoll organisiert und kürzlich einen Namen gewählt. "Kammerorchester im Stiftland" nennen sie sich nun, und wollen darunter die Kräfte klassischer Orchestermusik im Landkreis vereinen.

Sogar Musiker außerhalb des Landkreises und jenseits der Grenze haben das neue Ensemble bereits wahrgenommen, wirken mit oder haben die Absicht an den nächsten Proben und den Konzerten teilzunehmen. Und natürlich sind weitere Neuzugänge willkommen.

Unter den Aktiven sind Schüler und Erwachsene, alte Orchesterhasen und junge Füchse, die das erste Mal in großer Runde musizieren. Schön auch der Fall eines Mitgliedes, das nach 40 Jahren Abstinenz jetzt den Weg zum Instrument zurück gefunden hat.
Die Euphorie war so enorm, dass einige sich schon in der Welt der großen Sinfonik wähnten. Aber auch wenn der Sprung dorthin nicht auf Anhieb geschafft wurde, hat es die Musiker nicht davon abgehalten, sich schon mal zwei klassische Sinfonien vorzunehmen.

Zum einen die Sinfonie G-Dur des gebürtigen Oberpfälzers Christoph Willibald Gluck, die 2005 im Staatsarchiv zu Weimar wieder entdeckt wurde und sich seither großer Beliebtheit erfreut. Zum anderen eine der festlichen Sinfonien (Nr.38) von Joseph Haydn in strahlendem C-Dur mit Pauken und Trompeten, und einer konzertanten Oboe.

Den Taktstock dazu schwingt Jakob Johannes Schröder, Lehrer für Violine an der Kreismusikschule Tirschenreuth. Musik-geschichtlich werden die Sinfonien umrahmt von dem Doppelkonzert für Violine und Oboe von Johann Sebastian Bach, und der "St.Pauls Suite" des Spätromantikers Gustav Holst, mit den Solisten Jonas Schröder an der Violine und Fabian Engelhardt an der Oboe. Die ersten öffentlichen Töne des "Kammerorchester im Stiftland" werden am Freitag, 14. Juni, im Kettelerhaus in Tirschenreuth erklingen.
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