02.04.2004 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Pfarrgemeinderat appelliert an Betriebe, Ausbildungsstellen anzubieten Start ins Berufsleben ermöglichen

Die "Mangelware Ausbildungsplatz" besorgt auch die Pfarrgemeinde. "Jugendliche ohne Job" lautete deshalb das Thema einer Sitzung der Sachausschuss Berufs- und Arbeitswelt des Pfarrgemeinderates.

von Autor KODProfil

Dabei appellierte Betriebsseelsorger Richard Wittmann an die Unternehmen, Lehrstellen zur Verfügung zu stellen. Die Pfarrei der Kreisstadt hat sich dieser Aufgabe gestellt und eine zusätzliche Praktikumsstelle im Kindergarten geschaffen. Bei dem Treffen informierte Hans-Joachim Schreier von der Agentur für Arbeit, dass im vergangenen Jahr den im Dienststellenbezirk Tirschenreuth gemeldeten 316 Bewerber nur 215 Ausbildungsstellen angeboten werden konnten. Viele der 100 verbliebenen Bewerber seien nur in Schulen oder Maßnahmen "zwischengeparkt", so dass die Problematik lediglich vor sich hergeschoben werde. Da auch heuer keine besseren Zahlen zu erwarten seien, verschlechtere sich die Situation zwangsläufig, so der Berufsberater. Viele der Bewerbungen würden für die Jugendlichen enttäuschend verlaufen und so eher frustrierend auf die Psyche der Betroffenen wirken.

Wittmann erinnerte an den Aufruf der deutschen Bischöfe an die Verantwortlichen in den privaten und öffentlichen Unternehmen und Betrieben, Ausbildungsplätze in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen. Wenn möglich sollten die Unternehmen auch über den gegenwärtigen Bedarf hinaus junge Menschen ausbilden. Es sei nicht so, dass die Mehrzahl der Jugendlichen nicht willig oder zu unflexibel seien. Das Problem liege einfach an den zu wenig vorhandenen Ausbildungsplätzen in der Region, betonte Wittmann. Fast die Hälfte der ausbildungsfähigen Betriebe würden derzeit keinen Lehrling beschäftigen. Im ganzen Arbeitsamtsbezirk Weiden würden 500 Ausbildungsplätze fehlen.

Bei dem Treffen wussten die Teilnehmer von den Problemen der Betriebe. Dennoch bitten die Pfarrgemeinderatsmitglieder die Betriebe, sich einen Ruck zu geben. Es gehe schließlich darum, den Schulabgängern einen Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

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