31.07.2006 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Regionaldekan Schober vor großer Wallfahrergemeinde in Plan - Deutsch-tschechische Messfeier Mutter Anna Vorbild für Familien

Die 17. Wallfahrt zur Heiligen Mutter Anna nach Plan zog wieder eine große Pilgerschar an. Aus weiten Teilen Deutschlands kamen überwiegend ältere Menschen zu dem barocken Kleinod jenseits der Grenze. Regionaldekan Johann Schober vom Exerzitienhaus Johannisthal führte die Wallfahrt an und verdeutlichte am Beispiel der Heiligen Anna den unschätzbaren Wert für die Familie.

von Autor KODProfil

Freitagfrüh machten sich über 50 Personen vom Grenzübergang Mähring aus auf den Pilgerweg nach Plan. Bei idealem Wetter traf die Gruppe drei Stunden später mit der weitaus größeren Gruppe zusammen, die begleitet von tschechischer Blasmusik aus Richtung Plan zum Annaberg unterwegs war. Viele ältere Menschen waren unterdessen schon mit dem Auto angereist und hatten in der Kirche Platz genommen.

Neben dem Hauptzelebranten Monsignore Schober begrüßte Herbert Konrad als Vorsitzender des Förderverein St. Anna auch Monsignore Otto Donner aus Forchheim, Dekan Georg Flierl aus Tirschenreuth und den Stadtpfarrer von Plan, Jaroslav Sasek. Die Messe galt insbeson dere dem seit der letzten Wallfahrt verstorbenen Mesner Petr Panek und dem früheren Stadtpfarrer Milan Hejhal. Mit einem "Gott sei Dank" vermeldete Konrad vermelden, dass mit Jiri Tupa und Dr. Miroslav Balicek zwei engagierte Männer die Mesnerdienste übernahmen und Plan mit Pater Sasek einen sehr rührigen Stadtpfarrer bekommen hat.

Wesentliche Teile der Messfeier wurden in deutscher und tschechischer Sprache gehalten, das "Vater unser" sogar auf Lateinisch gesungen. In seiner Predigt stellte Monsignore Schober Mutter Anna als Vorbild für die Familie in den Vordergrund. "Was würde sie heute zu uns sagen?", fragte der Prediger. Trotz vieler Probleme genössen Ehe und Familie einer Umfrage zufolge auch bei jungen Menschen größte Wertschätzung. Liebe und Verlässlichkeit würden als unverzichtbar angesehen. So sei die Familie der Lernort für das Leben, für die Kinder ein Dach für Kopf und Seele. Zweitens sei die Familie auch der Lernort des Glaubens. Nur am gelebten Vorbild könne der Glaube überspringen. Deutlich sei dies am Bild der Mutter Anna mit ihrem Gatten Joachim zu erkennen, aus denen die Mutter Jesu und schließlich Jesus Christus selbst hervorgingen, so der Prediger.

Der Fördervereinsvorsitzende hatte allen Grund, vielen aktiven Helfern und treuen Wallfahrern zu danken. Mit Ehrentellern zeichnete er das Ehepaar Ilse und Josef Weiser, Dekan Vladimir Born, Rudolf Albustin für den Heimatkreis Plan-Weseritz sowie Regionaldekan Johann Schober aus. Dank galt auch dem Organisten Karl Eibl, Mesner Gerald Schultes sowie von tschechischer Seite Jiri Tupa und Mirlosav Balicek.

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