30.08.2014 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

TSV Konnersreuth will die Führung beim Nachbarn ausbauen - Ex-Bezirksligisten in Steinmühle Spitzenspiel in Mitterteich

Damit rechnete sicherlich keiner. Das Duell von Tabellenführer TSV Konnersreuth (1./19) bei Verfolger SV Mitterteich II (4./14) ist das Spitzenspiel der Kreisliga Süd am achten Spieltag. Die Zielsetzungen beider Kontrahenten sind klar definiert. Der Spitzenreiter will seine sieben Spieltage andauernde Erfolgsserie fortzusetzen, die Hausherren möchten den Rückstand in der Tabelle verkürzen.

Der FC Tirschenreuth besiegte am vergangenen Sonntag den SV Griesbach mit 3:2. In dieser Szene ging FC-Angreifer Thomas Weiß im Dreikampf mit Jiri Sloup (rechts) und Sandro Culmbacher (Nummer 3) zu Boden. Am achten Spieltag treten die Kreisstädter zum Duell der Ex-Bezirksligisten beim SV Steinmühle an, die immer noch punktlosen Griesbacher empfangen die Sportfreunde Kondrau. Bild: Gebert
von Helmut KapplProfil

Nicht minder interessant ist auch die Begegnung der beiden Ex-Bezirksligisten SV Steinmühle (9./11) und FC Tirschenreuth (6./12). Nur der Sieger hält Anschluss an die vorderen Regionen, eine Punkteteilung hilft keinem entscheidend weiter. Am anderen Ende der Tabelle hofft das noch punktlose Schlusslicht SV Griesbach (16./0) den ersten Sieg zu bejubeln. Aber auch die Sportfreunde aus Kondrau (13./4) stehen nach schwachem Start in der Kritik.

ASV Wunsiedel       Sa. 17.30       TSV Waldershof
Die Rückkehr einiger Leistungsträger machte sich beim 1:0-Sieg in Kondrau sofort positiv bemerkbar. Nun will ASV-Trainer Udo Schnurrer unbedingt nachlegen, damit der Dreier an Wert gewinnt. "Zu Hause ist für mich ein Sieg immer Pflicht", setzt Schnurrer seine Truppe bewusst unter Druck. Warum die Gäste nach einem Rückstand gegen Selb total auseinanderbrachen, bleibt auch für Aushilfstrainer Markus Kremser (Bernd Lauterbach befindet sich in Urlaub) ein Rätsel. Nun kommt auf die Mannschaft in Wunsiedel eine Herkulesaufgabe zu. Kremser hatte während der Woche alle Hände voll zu tun, seine Spieler wieder aufzurichten. Nur gut, dass mit Trieflinger und Hecht zwei Leistungsträger zurückkehren.

SpVgg Selb 13       So. 14.00       TSV Thiersheim II
Angenehm überrascht war SpVgg-Trainer Stefan Rogler, wie die Mannschaft das Personalproblem in den Griff bekam. "Sie hat ihre Sache richtig gut gemacht." Vor dem Derby warnt Rogler sein Team eingehend, den Gegner nicht am Tabellenstand zu messen. "Angeschlagene Mannschaften sind immer gefährlich." Die derzeitige Lage gefällt TSV-Vorsitzenden Karl-Peter Mötsch gar nicht. Warum es nicht läuft, dafür hat er keine Erklärung. Die anstehende Partie ist für ihn eine der leichtesten. "Wir haben nichts zu verlieren."

VfB Arzberg       So. 15.00       FC Lorenzreuth
Souverän lösten beide Teams ihre letzten Aufgaben. Trotz sieben Ausfälle gewannen die Hausherren in Thiersheim. Die Gäste stellen für VfB-Trainer Robert Nothhaft ein anderes Kaliber dar. Dabei denkt er an das mühsam erkämpfte 4:4 aus der letzten Saison. Die Personallage bessert sich zusehends, so dass Nothhaft zuversichtlich in die Begegnung geht. Nicht überbewerten will der Gast den deutlichen Erfolg über Mähring. "Gegen die Mannschaft der Stunde stehen wir vor einer ganz anderen Aufgabe", weiß FC-Trainer Sebastian Fräßdorf. Bis auf den kränkelnden Kapitän Tommi Krull kann er auf den kompletten Kader bauen.

SV Steinmühle       So. 15.00       FC Tirschenreuth
Sowohl SV-Trainer Thorsten Meier als auch FC-Manager Günter Popp sind sich einig, dass dieses Duell der beiden Ex-Bezirksligisten für beide richtungsweisend sein wird. Nur der Sieger hält Anschluss an die vordere Tabellenregion. Vehement fordert Meier deshalb einen Dreier und ist optimistisch, denn zum ersten Mal in dieser Saison steht ihm sein bestes Aufgebot zur Verfügung. Licht- und Schatten wechseln bei den Gästen ab. "Wir müssen mehr Konstanz zeigen, aber das dauert eben", mahnt Popp Gelassenheit. Auf gar keinen Fall leer ausgehen will FC-Trainer Marion Vaclavik bei seinem Ex-Verein. Bis auf Julian Schornbaum (Armbruch) kann auch er auf den kompletten Kader zurückgreifen.

SV Mitterteich II       So. 16.00       TSV Konnersreuth
Wer hätte das gedacht? Dieses Partie ist ein Spitzenspiel. Für die Gastgeber geht es darum, sich nicht nur gegen einen starken Gegner zu behaupten, sondern auch mit einem Sieg in der Tabelle aufzuschließen. "Wir werden alles versuchen", verspricht Spielleiter Markus Siller. Kleinere personelle Probleme werden bis Sonntag gelöst sein. TSV-Spielleiter Christian Werner bleibt auf dem Boden. "Die Tabellenführung ist zwar schön, aber nur eine Momentaufnahme. Nicht nur ich bin überrascht, dass es so gut läuft. Wir wissen auch, was in Mitterteich auf uns zukommt." Als Minimalziel gibt Werner wenigstens eine Punkteteilung aus. Bis auf Martin Heinrich steht der komplette Kader zur Verfügung.

ATSV Tirschenreuth       So. 16.00       TV Selb-Plößberg
Nicht einverstanden mit der Einstellung seiner Mannschaft war ATSV-Trainer Markus Schaumberger bei der 1:6-Pleite in Konnersreuth. "Sie hat sich einfach nicht gewehrt." Umgehend fordert er am Sonntag einen Dreier. "Wir wollen unsere erfolgreiche Heimbilanz fortsetzen." Fehlen wird Urlauber Matthias Härtl, die Einsätze von Alexander Kraus und Jonas König sind fraglich. Schlecht einschätzen kann Kollege Daniel Micklisch den Aufsteiger. "Ich weiß nicht, was auf uns zukommt."

SV Griesbach       So. 16.00       SF Kondrau
Wie schon im letzten Jahr legte die Heimelf einen totalen Fehlstart hin. "Trotzdem herrscht noch keine Panik", stellt Spielleiter Benjamin Schmidt klar. Er weiß aber auch, dass endlich der Knoten in diesem wichtigen Spiel platzen muss. "Eine Niederlage gegen den Mitkonkurrenten können wir uns nicht mehr erlauben. Es muss endlich etwas Zählbares her." Bis auf Urlauber Patrick Riedl sind alle Spieler einsatzfähig. Nichts zu beschönigen gibt es für SF-Spielleiter Mathias Scherbl. "So haben wir uns den Saisonauftakt sicherlich nicht vorgestellt. Auch wir wissen um die Bedeutung dieser Partie." Einige Spieler sind angeschlagen oder befinden sich noch im Urlaub. Die Anfangsformation entscheidet sich erst kurzfristig.

SC Mähring       So. 17.00       FC Marktleuthen
"So etwas habe ich in meiner gesamten Laufbahn noch nicht erlebt", klagt SC-Spielleiter Stefan Schneider. "Binnen einer Woche fielen acht Leistungsträger aus. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll." Noch steht der SC mit zwölf Zählern relativ gesichert im Mittelfeld. Um diese Position zu halten, käme trotz weiterhin großer Personalnot ein Dreier gerade recht. Wer schließlich aufläuft, konnte Schneider noch nicht sagen. Den ersten Saisonsieg hat sich der Gast zum Ziel auserkoren. FC-Trainer Herbert Hagn weiß aber auch um die Schwierigkeiten, an der Grenze zu bestehen. "Dort haben wir uns schon immer schwer getan."

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