Unangenehme Aufgaben für FC Tirschenreuth und die SpVgg Wiesau - Kellerduell beim ATSV
Spitzenduo auf dem Prüfstand

Das Spitzenspiel der Kreisliga zwischen Tabellenführer FC Tirschenreuth und Verfolger SpVgg Wiesau endete vergangenen Sonntag 4:4 (Szene). Am Sonntag tritt der FC bei den Sportfreunden Kondrau an, die Wiesauer empfangen den VfB Arzberg. Bild: Gebert
Lokales
Tirschenreuth
20.04.2013
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Eine undankbare Aufgabe erwartet Kreisliga-Tabellenführer FC Tirschenreuth bei den Sportfreunden Kondrau. "Wir werden gegen einen vermutlich defensiv eingestellten Gegner viel Geduld aufbringen müssen", sieht FC-Trainer Jürgen Schmidkonz der Partie mit gemischten Gefühlen entgegen.

Auf einen eventuellen Ausrutscher lauert Verfolger SpVgg Wiesau. Die SpVgg hat aber mit dem VfB Arzberg (3./40) einen ebenso unangenehmen Gegner zu Gast. Am anderen Ende der Tabelle stehen sich der ATSV Tirschenreuth und der SC Mähring im direkten Duell gegenüber.

FC Selb       Sa.       15 Uhr       ASV Wunsiedel
Mit zwei Siegen in Folge haben sich die Hausherren etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Zurücklehnen jedoch wäre fehl am Platz. Deshalb fordert FC-Trainer Dominik Scharnagl sein Team auf, unbedingt erfolgreich nachzulegen. "Nur wenn es uns gelingt, einen weiteren Dreier einzufahren, zählen die Erfolge der vergangenen zwei Wochen." Nach drei Niederlagen in Folge ist die Geduld bei Gästetrainer Bernd Lauterbach erschöpft. "Wir müssen aufpassen, um nicht weiter abzurutschen." Selb ist für ihn ein äußerst unangenehmer Konkurrent, gegen den man kämpferisch dagegenhalten muss.

FSV Tirschenreuth       Sa.       16 Uhr       SV Mitterteich II
Kräftig durchschnaufen heißt es für FSV-Trainer Jürgen Ströll. "Sieben Punkte in drei Spielen bringen erst einmal Ruhe in die Mannschaft. Trotzdem müssen wir weiterhin aufpassen, um nicht wieder in Gefahr zu geraten. Am besten wäre es, mit einem Sieg nachzulegen." Aber das wird für Ströll nicht so einfach, schätzt er doch den Gegner als enorm spielstark ein. Personell gibt es keine Probleme. "Es war schon immer schwer, beim FSV erfolgreich zu bestehen", sieht SV-Trainer Markus Siller der Partie skeptisch entgegen. Schon beim 3:2-Hinspielerfolg musste sich seine Truppe kräftig strecken. Zumindest nicht verlieren lautet seine Zielvorgabe. Maximilian Berek kehrt in den Kader zurück.
ATSV Tirschenreuth       So.       15 Uhr       SC Mähring
Ein Blick auf die Tabelle sagt alles über die Bedeutung dieser Begegnung aus. Beide Mannschaften befinden sich in einer äußerst prekären Situation und haben Angst vor einer Niederlage. "Dem Verlierer hilft nur ein kleines Wunder, um die Liga zu erhalten", glaubt SC-Spielleiter Stefan Schneider. Dementsprechend wird es wohl auf dem Platz zur Sache gehen. Das Hinspiel entschied der SC mit 3:1 für sich. Ob die eklatante Auswärtsschwäche ausgerechnet diesmal endet, wird sich zeigen. Die Chancen stehen aber nicht schlecht, denn die Hausherren waren auf eigenem Gelände erst einmal siegreich. Woran das liegt, kann sich ATSV-Trainer Markus Schaumberger nicht erklären. Seine Personallage bleibt unverändert, die Gäste müssen auf Kapitän Manuel Löw verzichten.

TSV Thiersheim II       So.       15 Uhr       ASV Waldsassen
Trotz der Niederlage in Mitterteich war TSV-Vorsitzender Karl-Peter Mötsch mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. Gegen den Aufsteiger habe sein Team nach der 2:4-Vorrundenniederlage eine Rechnung zu begleichen. Mit welchem Kader dies gelingen soll, entscheidet sich kurzfristig. Die dramatische Personallage der Hausherren ist auch Gästetrainer Klaus Bauer bekannt. "Das müssen wir unbedingt nutzen", sagt er. Nach dem wichtigen Sieg über Kondrau reist er zuversichtlich nach Thiersheim und peilt wenigstens eine Punkteteilung an. Bis auf den beruflich verhinderten Mohamed Gürbüz stehen alle Akteure zur Verfügung.
SF Kondrau       So.       15 Uhr       FC Tirschenreuth
"Auch wenn wir nur krasser Außenseiter sind", freut sich SF-Coach Sascha Haberkorn auf das Gastspiel des Tabellenführers. Schon in der Vorrunde zog sich sein Team ordentlich aus der Affäre und glaubt deshalb, dass eine Überraschung möglich ist. "Die Gäste kochen auch nur mit Wasser." Ein kompletter Kader bestärkt Haberkorn in seinem Optimismus. Kollege Jürgen Schmidkonz erwartet einen unangenehmen, äußerst defensiv eingestellten Gegner. "Es wird mit Sicherheit kein leichtes Spiel. Wir werden viel Geduld aufbringen müssen." Verzichten muss er auf Trißl und Wölfel.

SV Poppenreuth       So.       15 Uhr       TV Selb-Plößberg
Mit den Gästen erwartet SV-Trainer Matthias Ascherl einen schweren Brocken. Auch wenn die Vorrundenpartie mit 2:3 verloren ging, zog sich seine Mannschaft damals ordentlich aus der Affäre. "Wenn es uns gelingt, eine ähnliche Leistung abzurufen, sind wir nicht chancenlos." Auf jeden Fall muss sich seine Mannschaft gegenüber der letzten Woche gewaltig steigern. Fehlen werden die Rotsünder Hanys und Sekac. "Meine Hauptaufgabe wird sein, es aus den Köpfen der Spieler herauszubringen, dass wir gegen einen Abstiegskandidaten spielen", sagt TV-Trainer Daniel Micklisch. "Auch diese Partie muss erst einmal gespielt werden."
TSV Konnersreuth       So.       15 Uhr       TSV Waldershof
Nach zwei Niederlagen in Folge wird es höchste Zeit, dass die Hausherren wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. In Selb stellte Trainer Rudi Tragl seiner Truppe ein schlechtes Zeugnis aus. "Wenn wir gegen Waldershof bestehen wollen, ist eine Steigerung dringend nötig", setzt Tragl sein Team bewusst unter Druck. Allerdings fehlen erneut sechs Leistungsträger, die nur schwer zu ersetzen sind. "Trotzdem werden wir alles versuchen, die Zähler einzufahren." Um in Konnersreuth nicht leer auszugehen, fordert Gästecoach Stefan Schindler sein Team auf, die zuletzt gezeigten Fehler im Abwehrverhalten abzustellen. Ihm ist die dramatische Personallage bei den Hausherren nicht entgangen. Er glaubt aber, dass sie trotzdem jeden schlagen können. Es fehlt lediglich Hecht.

SpVgg Wiesau       So.       15 Uhr       VfB Arzberg
Nach dem 4:4 in Tirschenreuth ist die Meisterschaft für SpVgg-Trainer Mario Gebhard zugunsten der Kreisstädter gelaufen. "Die ziehen das durch. Ich mache mir keine großen Hoffnungen mehr. Wir konzentrieren uns auf den zweiten Tabellenplatz. Das wird schwer genug." Mit den Gästen kreuzt ein unmittelbarer Konkurrent im Sportzentrum auf, den die SpVgg auf Distanz halten will. Allerdings fehlen Gebhard vier Stammspieler, drei sind noch fraglich. Er selbst fällt wegen einer gebrochenen Hand länger aus. Nicht chancenlos sieht VfB-Trainer Robert Nothhaft seine komplett anreisende Mannschaft. "Die letzten beiden Siege bringen zusätzliche Motivation."
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