02.08.2004 - 00:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Zuspruch zur "Mutter Anna" nach wie vor ungebrochen - Jubiläumswallfahrt Beispiel für gelebten Glauben

Großen Zuspruch fand am Freitag die 15. Wallfahrt zur Sankt-Anna-Kirche bei Plan. Zwei Pilgergruppen bewegten sich bei strahlendem Sonnenschein auf unterschiedlichen Wegstrecken in Richtung Annaberg, wo dann eine große Schar gläubiger Menschen mit zahlreichen Priestern diesseits und jenseits der Grenze den Wallfahrtsgottesdienst feierte.

von Autor KODProfil

Als Anführer der Jubiläumswallfahrt war Pater Ludolv Kasda in Vertretung von Bischof Radkovsky aus Pilsen angereist. Der neuerdings auch für die Pfarreien um Plan zuständige Geistliche predigte über die Mutterrolle der Hl. Anna.

Der Zuspruch zu der stattlichen Wallfahrtskirche St. Anna bei Plan ist ungebremst. Bereits bei Sonnenaufgang machten sich 50 Frauen und Männer zusammen mit dem Tirschenreuther Stadtpfarrer Georg Flierl vom Grenzübergang Mähring auf den 17 Kilometer langen Weg. Auch wenn manche frühere Pilger aus Altersgründen nicht mehr mitmarschieren können, füllen diese Lücken ihre Nachkommen auf. Bereits in den frühen Vormittagsstunden herrschte auf dem Planer Marktplatz reges Treiben.

Erstmals beteiligte sich eine Musikgruppe aus Plan und ließ das St. Anna Lied erklingen. Das Anliegen des Fördervereins, die tschechische Bevölkerung zunehmend mehr mit einzubeziehen, ist damit einen Schritt näher gekommen.

Im vollbesetzten Gotteshaus befanden sich auch besondere Gäste, die der Vorsitzende des Fördervereins, Herbert Konrad, begrüßte: die Initiatoren Geistlicher Rat Georg Maria Witt und Dekan Vladimir Born, die Bürgermeister Karel Vrzala, Franz Stahl und die Altbürgermeister Ludwig Wolfrum und Vladimir Kalas sowie der aus München angereiste Abgeordnete Dr. Fritz Wittmann.

Aus der alten Kirchenorgel erklangen wundervolle Klänge, die Karl Eibl nach langer Zeit mal wieder in Bewegung setzte. Die Gottesdienstbesucher sangen eifrig mit und ließen das große Kirchenschiff mächtig erschallen. Pater Ludolv Kasda als auch der Prediger Pater Lobkowitz dankten all den Initiativen für die Erhaltung des wunderschönen Gotteshauses. Was kein Mensch für möglich gehalten habe, sei nun schon seit 15 Jahren Wirklichkeit, erinnerte Pater Lobkowitz an die raschen Veränderungen in Tschechien.

"Mutter Anna" sei auch in der heutigen Zeit ein gutes Beispiel für frommes Leben, gelebten Glauben und Glückseligkeit. Viele St. Anna Kirchen zeugten davon. Als leuchtendes Beispiel sei diese Wallfahrtsstätte von weitem schon zu sehen, so Pater Lobkowitz.

Zum Schluss des Gottesdienstes dankte Herbert Konrad nicht nur für die großzügigen Spenden und die Mithilfe so vieler Menschen, sondern er hatte für fünf besonders verdiente Persönlichkeiten Überraschungen parat: Georg Maria Witt hatte vor 15 Jahren die Initiative für dieses Gotteshaus ergriffen. Dafür wurde er mit Urkunde und Ehrenteller ausgezeichnet.

Als technischen Ratgeber und Helfer hatte Architekt Klaus-Peter Brückner aus Tirschenreuth all die Bauabschnitte kostenlos begleitet. Weitere Ehrenteller erhielten Frau Dr. Kalasova für die großartige finanzielle Unterstützung, Bürgermeister Karel Vrzala für die Hilfe bei Konzerten, Anträgen und Baumaßnahmen, und schließlich Peter Panek, der als Mesner seit vielen Jahren die Kirche betreut und als Verbindungsmann allzeit zur Verfügung steht.

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