14.09.2017 - 17:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Festabend zu 70 Jahre JU-Kreisverband in Mitterteich JU im Stich gelassen

Eigentlich ist stellvertretender CSU-Generalsekretär Markus Blume gewohnt, vor vollen Sälen zu sprechen. Entsprechend lang sind die Gesichter, als sich bei der Feier des 70-jährigen Bestehens des JU-Kreisverbands nur ein paar Tische füllen. Dabei ist der Tirschenreuther Kreisverband der zweitgrößte in ganz Bayern.

MdB Albert Rupprecht und Markus Blume (von links) nahmen auf der "schwarzen Couch" Platz. Von rechts Moderator Christian Doleschal und Bürgermeister Roland Grillmeier. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Mitterteich. "Unsere jungen Leute machen Häuser-Wahlkampf", suchte Blume im Saal des Josefsheims schon fast entschuldigend nach einer Erklärung. Denn auch beim "Häuser-Wahlkampf" gehöre der JU-Kreisverband bayernweit zu den Top 3".

Gerade mal rund 50 Mitglieder kamen zum Jubiläumsabend, der eigentlich ein rauschendes Fest sein sollte. Nahezu gänzlich fehlten Delegationen der JU-Ortsverbände. Dennoch war es ein kurzweiliger Abend, auch weil die Politiker in einer lockeren Talkrunde auf der "schwarzen Couch" viel Privates preisgaben. Musikalisch wurde der Abend mit heimatlichen Klängen vom Duo Reiner Artmann und Hubert Gleißner bereichert.

Die Junge Union sieht der Bundestagswahl optimistisch entgegen. Die Zuversicht zog sich wie ein roter Faden durch den Abend. JU-Kreisvorsitzender Markus Grundler erinnerte in seiner Begrüßungsrede an den Beginn der Jungen Union vor sieben Jahrzehnten und die Kreisvorsitzenden Ernst Dietz, Herbert Rubenbauer und Toni Dutz, die den CSU-Nachwuchs zur heutigen Stärke geführt hätten. Von 1997 bis 2003 führte Roland Grillmeier den Kreisverband, seit 2015 steht Matthias Grundler an der Spitze. Der Kreisverband zählt 985 Mitglieder und ist damit der zweitgrößte in ganz Bayern.

"Wir sind bei der Jungen Union, weil wir etwas bewegen wollen. Wir sind aber auch dabei, weil wir Spaß haben und der Jugend eine Stimme geben", nannte Grundler einige der Gründe, warum sich aktuell junge Leute politisch engagieren. Die Junge Union sei eine gute Schule für Leute, die später einmal in der Politik Verantwortung übernehmen wollten. Aktuelle Aushängeschilder seien MdB Albert Rupprecht und MdL Tobias Reiß, die alle ihre Ursprünge in der Jungen Union hatten.

Stellvertretender CSU-Generalsekretär Markus Blume, der gleichzeitig auch Vorsitzender der CSU-Grundsatzkommission ist, betonte, dass es das große Ziel der Jungen Union sei, junge Leute an die Politik heranführen. "Und diese Aufgabe haben wir in den vergangenen Jahrzehnten bestens erledigt." Einer, der aus der Jungen Union hervorgegangen ist, ist Roland Grillmeier, den er als den George Clooney der Region bezeichnete. Als offizielles Geschenk hatte er für Kreisvorsitzenden Grundler ein in Leder gebundenes CSU-Grundsatzprogramm mitgebracht. Blume ging auf die Schwerpunkte der CSU, wie "Sicherheit und Wohlstand", "Entlastung der Familien" sowie "Frieden und Stabilität", ein und versicherte, dass "alles, was bei uns im Wahlprogramm steht, nach der Wahl auch umgesetzt wird".

JU-Bezirksvorsitzender Christian Doleschal leitete die anschließende Talkrunde mit MdB Albert Rupprecht, Roland Grillmeier und Markus Blume auf der "schwarzen Couch". Die Politiker gaben auch Privates preis. Rupprecht erinnerte sich seine Anfänge in Berlin, als der damalige CSU-Fraktionsvorsitzende Michael Glos den "Neuen" gleich klar machte: "Ihr Neuen setzt euch hinten hin und hört erst mal zu."

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