29.05.2017 - 20:10 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Freie Wähler im Stiftland-Gymnasium: In Turnhalle dringend Handlungsbedarf

Die Turnhalle und die Schwimmbadtechnik brauchen dringend eine Sanierung. Mit dieser Erkenntnis verließen die Freien Wähler das Stiftland-Gymnasium, das sie bei einer gemeinsamen Fraktionssitzung von Stadt und Landkreis in Augenschein genommen hatten.

Die Stadtrats- und Kreistagsfraktionen der Freien Wähler haben gemeinsam das Stiftland-Gymnasium in Augenschein genommen. Bild: exb
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Gute Bildungsangebote und eine optimale Ausstattung der Schulen haben für die Freien Wähler im Landkreis nach eigenen Angaben einen besonders hohen Stellenwert. Stadtrats- und Kreistagsfraktion machten sich im Stiftland-Gymnasium bei einer gemeinsamen Sitzung selbst ein Bild vom Zustand der Schule. Oberstudiendirektor Hecht und Studiendirektor Reber führten die Kommunalpolitiker durch die 1955 als städtische Oberrealschule gegründete Bildungsstätte, für die seit 1966 der Landkreis Sachaufwandsträger ist. Der Bau stammt aus dem Jahr 1973 und ist 2010 umfassend generalsaniert worden.

Der Schulleiter berichtete, dass sich Lehrer und Schüler im Gymnasium sehr wohl fühlten. Die großen, hellen Klassenzimmer, die hervorragende Ausstattung und die weitläufigen Pausenhöfe böten den über 700 Schülern und 65 Pädagogen beste Lernbedingungen. Dies erleichtert auch die Inklusion von Schülern mit Behinderung und die Integration von Migranten.

Großes Interesse zeigten die Freien Wähler am Bildungsangebot. Zum Profil gehören unter anderem eine zeitgemäße Medienbildung, für die das Gymnasium Referenzschule in Bayern ist, und die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern über Internet-Lernplattformen, für das die Bildungsstätte Versuchsschule ist. Die Innovationsfreude beeindruckte die Gäste.

Ausführlich diskutierte die Gruppierung mit den Pädagogen über die Folgen der Rückkehr zum G 9. Hecht erwartet, dass der verringerte Nachmittagsunterricht gerade bei Fahrschülern die Belastungen deutlich reduziert und es wieder mehr Zeit für musische Bildung und Neigungsgruppen geben wird. Ein Problembereich ist die Dreifachturnhalle, die auch in den Abendstunden durch Sportvereine voll ausgelastet ist. Der Schulhausmeister wies die Freien Wähler auf massive Probleme in den Sanitärräumen hin, da tropfte es an vielen Stellen. Auch der Lärmpegel sei oft fast unerträglich. Sportlehrer, die mehrere Stunden Unterricht geben müssen, wurden bedauert. Der desolate Zustand des Hallenbodens und die massive Feuchtigkeit im Untergrund waren Argumente für eine Sanierung, welche die Freien als dringend notwendig erachten.

Die Schulleitung wies eindringlich darauf hin, dass im Interesse der Schule und der vielen Sportvereine unbedingt eine Dreifachhalle zur Verfügung stehen müsse. Da so große Schulsportstätten aktuell nicht mehr gefördert werden, bat Hecht darum, eine Sanierung zu prüfen und einem kleineren Neubau vorzuziehen. Die Freien Wähler versprachen dafür ihre Unterstützung.

Zum Schluss besuchten die Kommunalpolitiker die Schwimmhalle des Gymnasiums, deren Dachkonstruktion im vergangenen Jahr saniert worden ist. Die architektonisch sehr gelungene Konstruktion gefiel den Besuchern und sollte erhalten werden. Die Probleme des Hallenbades wurden im Keller deutlich. Die aus dem Jahr 1986 stammende Technik ist zum Teil verbraucht und hat einen erhöhten Wartungsbedarf. Die Kreisräte berichteten, dass es ein Gutachten gibt, das die Machbarkeit und Kosten einer Generalsanierung einem möglichen Neubau gegenüberstellt. Aufgrund der begrenzten Finanzierungsmöglichkeiten werde die Hallenbad-Entscheidung noch einige Zeit dauern.

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