29.06.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kreisausschuss zückt das Scheckheft Gleich drei Mal Geld für Waldsassen

Der Waldsassener Bürgermeister Bernd Sommer dürfte zufrieden sein. Trotz angespannter Haushaltslage öffnete der Kreisausschuss am Montag gleich drei Mal den Säckel, um Geld für Projekte in der Klosterstadt locker zu machen.

von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Der Kammermusikkreis e. V. erhält für seine Konzerte in diesem Jahr 1020 Euro. Für das katholische Stadtpfarramt Waldsassen gibt es 6930 Euro für die 13 Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen der Basilika-Konzertreihe im Jahr 2017. Die Zuschüsse entsprechen jeweils sechs Prozent der veranschlagten Gesamtkosten.

Grünes Licht gab es auch für eine Beteiligung des Landkreises am Projekt "Vielfalt in der Einheit - Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa", mit dem Waldsassen zusammen mit anderen Gebieten im Europäischen Kulturerbe-Jahr 2018 punkten will. Dabei sollen die Eigenarten dieser Klostergebiete herausgearbeitet und mit modernen Medien aufbereitet werden.

Der Förderverein Welterbe Klosterlandschaft Waldsassen-Stiftland hat Mitte Juni die Teilnahme an diesem Projekt beschlossen und den Landkreis gebeten, ebenfalls einzusteigen. Was dies Tirschenreuth genau kostet, lässt sich noch nicht sagen, da verschiedene Förderzusagen ausstehen beziehungsweise Anträge erst geprüft werden müssen.

Der Bamberger Landrat Johann Kalb, der bei diesem Projekt voranmarschiert, rechnet mit 265 000 Euro Gesamtkosten bei einer 50-prozentigen Beteiligung des Bundes und 40 Prozent Zuschuss aus dem Leader-Programm. "Zehn Prozent wären von den Partnern zu finanzieren", rechnete der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert den Kreisräten vor. "Da bliebe dann für uns eine überschaubare Summe." Die Rede war von einem Betrag zwischen 3000 bis 4000 Euro. Starten soll das Vorhaben im Oktober. "Für uns ist das wieder ein Bausteinchen auf dem Weg, mit unserer Klosterlandschaft als Weltkulturerbe anerkannt zu werden", freute sich Sommer über die Zusage.

Geld gibt es auch für die Gemeinde Konnersreuth für den Umbau des Schafferhofs zum Informations- und Begegnungszentrum. Der Landkreis überweist dafür von 2018 bis 2020 bis zu 100 000 Euro. Vor sieben Jahren war dieses Projekt schon einmal im Kreisausschuss behandelt worden. Damals hatte der Kreis 150 000 Euro in Aussicht gestellt. Da die Gesamtkosten mittlerweile von 4,7 Millionen auf gut 3,1 Millionen Euro gesunken sind, wurde auch der Landkreis-Obolus eingedampft.

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