23.01.2018 - 17:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kreisstadt hat viele Projekte vor sich Heiße Eisen im Städtebau

Der Bau des Feuerwehrhauses schreitet voran. Aber es gibt auch Neuigkeiten zur Verlegung des Bauhofs, Zukunft des Kettelerhauses und Nachfolgenutzung des Geländes der ehemaligen Porzellanfabrik SMCS.

Das neue Feuerwehrhaus wird vor allem für Autofahrer, die aus Richtung Mitterteich kommen, ein Blickfang sein. Bild: exb/Stadt Tirschenreuth
von Martin Maier Kontakt Profil

Als "ganz wichtiges Projekt" bezeichnet Bürgermeister Franz Stahl den Neubau des Feuerwehrhauses an der Mitterteicher Straße. Anfang März soll der Rohbau fertig sein. Dann könnte der Innenausbau starten. Im Frühjahr 2019 ist der Einzug geplant.

Bisher führten die Firmen überwiegend Erdarbeiten aus. Sie stabilisierten den Boden, verlegten Leitungen, setzten die Bodenplatte und das Fundament. Momentan erfolgt der Hochbau. Dazu gehört das Setzen der Betonteile für den Fahrzeughallenbereich sowie der Bau des Übungsturms und des Dachbereichs. Die Kosten beziffert Stahl auf rund 5,2 Millionen Euro. Davon muss die Stadt über 4,3 Millionen Euro schultern. Mit dieser Maßnahme ist auch die Aussiedlung des Bauhofs (Bahnhofstraße) neben das neue Feuerwehrhaus geplant. Besonders hebt das Stadtoberhaupt die arbeitstechnischen Synergieeffekte hervor. Für das Projekt würden heuer die struktur-technischen Vorbereitungen getroffen. Ein Kostenschätzung will er noch nicht abgeben. "Die Nachnutzung des dann zur Verfügung stehenden innerstädtischen Areals verspricht sehr spannend zu werden", deutet der Bürgermeister ein weiteres Projekt an.

Bei den zukünftigen städtebaulichen Maßnahmen hat Stahl zudem das Kettelerhaus im Blick. "Da müssen wir uns Gedanken machen." Dabei müsse zuerst abgeklärt werden, wie viel eine Sanierung des rund 50 Jahre alten Gebäudes kosten würde. Danach müsse man entscheiden, welcher Weg eingeschlagen werden soll. "Der Stadtrat muss die Richtung vorgeben, aber in diesem Jahr sollten wir das noch diskutieren." Besonders auch in der Medientechnik seien Neuerungen nötig.

Für die Nachfolgenutzung auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik SMCS in der Falkenberger Straße kündigte Stahl eine Entscheidung für Ende Januar/Anfang Februar an. Ganz in die Karten schauen lassen will er sich weiterhin noch nicht. "Es wird ein Dienstleister. Wir sind momentan auf den letzten 5 Metern eines 100-Meter-Laufs." Er gehe davon aus, dass noch 2018 mit einem Bau begonnen werde.

Im Neubaugebiet "Lindenweg II" sei von den 29 Parzellen nur noch eine frei. "Die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen." Die Verdichtung der Innenstadt sei weiterhin ein wichtiges Thema, ebenso das Beseitigen von Leerständen. "Trotzdem werden wir nicht umhinkommen, uns Gedanken über Neubaugebiete zu machen", ist sich Stahl sicher.

Noch heuer soll der Ausbau der Ringstraße erfolgen. "Das werden wir schaffen", erklärt der Rathauschef. Die Kosten liegen bei rund 1,1 Millionen Euro. Zudem wird der "Platz der Begegnung" innerhalb des Freizeitareals beim Freibad in diesem Jahr fertiggestellt, ebenso die Sanierung des Hirthauses in Hohenwald (Kosten: 235 000 Euro).

Der Stadtrat muss die Richtung vorgeben, aber in diesem Jahr sollten wir das noch diskutieren.Bürgermeister Franz Stahl zur Zukunft des Kettelerhauses

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