Neujahrsempfang der Kreisstadt
Tirschenreuth als Markenprodukt

"Dieser Tirschenreuther Geist wird bayernweit beachtet." Zitat: Bürgermeister Franz Stahl
Politik
Tirschenreuth
06.01.2017
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Hervorragend besucht war der Neujahrsempfang der Stadt Tirschenreuth am Donnerstag im Kettelerhaus. Für Bürgermeister Franz Stahl auch ein Beweis einer aktiven Bürgergesellschaft. Bild: kro

Das Vertrauen in eine starke Gesellschaft ist bei Franz Stahl unerschütterlich. So ist der Tirschenreuther Bürgermeister halt mal. Und das erfahren auch wieder die Gäste des Neujahrsempfangs.

Die Kreisstadt setze mit ihren vielfältigen Aktivitäten ein eindrucksvolles Signal der Zuversicht und des Vertrauens in die eigene Stärke, sagte das Tirschenreuther Stadtoberhaupt am Donnerstag im Kettelerhaus. Tirschenreuth zeige Mut und Entschlossenheit zu einer gezielten und strategisch fundierten Stadtplanung. "Tirschenreuth ist unserer Zukunftskonzept."

Und dazu zählte Stahl auch die erneute Bewerbung um die Landesgartenschau 2022. "Wer sonst in Bayern traut sich so etwas zu?" Die Bewerbung zeige Selbstvertrauen und unterstreiche das Selbstverständnis. Beides sei zur Grundeinstellung der Stadtgesellschaft geworden. "Dieser Tirschenreuther Geist wird bayernweit beachtet."

Den festen Händedruck mit den Bürgern zu Beginn des Neujahrsempfangs interpretierte Stahl so, "dass wir auch 2017 Hand in Hand gehen bei dem, was wir für unsere Stadt erreichen wollen". Das Markenprodukt "Stadt Tirschenreuth" sei angekommen. Bestes Beispiel dafür sei der Imagefilm "Tradition - Emotion - Zukunft". Tirschenreuth müsse sich jedoch weiter bewegen und offen der Zukunft stellen. Die Kreisstadt könne beste Strukturen vorweisen und eine Vielzahl von Angeboten in die Attraktivitäts-Waagschale werfen. Tirschenreuth sei Krankenhausstandort mit einer enormen Bandbreite an medizinischen Fachbereichen. Und dieses Angebot werde im Frühjahr mit dem Bau eines Medizinischen Versorgungszentrums noch weiter ausgebaut. Circa 28 Millionen Euro werden hierfür investiert, ein deutlicher Hinweis der Standortsicherung.

habe in punkto Lebensqualität einiges zu bieten. Auch im Bereich Bildung und Erziehung könne die Stadt ein komplettes Angebotsportfolio vorweisen. Seit vergangenen Oktober biete Tirschenreuth in Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg den dualen Studiengang im Bereich der Sozialen Arbeit an. Dieses "kleine Pflänzchen" werde in den kommenden Jahren großen Einfluss auf die Bildungslandschaft in Tirschenreuth haben.

Die Stadtentwicklung werde 2017 fortgesetzt. Projekte wie die Umsetzung des sogenannten "Volksbank-Quartiers" im Bereich Maximilianplatz, Bahnhof- und Schmellerstraße und das "Hösl-Areal" in der Koloman-Maurer-Straße seien nur zwei der Maßnahmen. Ein weiteres großes Projekt sei der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses, dabei werden gleichzeitig die Planungen für die Umsetzung des Bauhofes mit beginnen. Spannend, so Stahl werde sein, wie künftig das bisherige Bauhof-Gelände genutzt werde.

Stahl verwies auch erste Planungen für das ehemalige "Ruffing-Areal" am Maximilianplatz. Im Frühjahr soll ein neues Baugebiet mit 30 Parzellen erschlossen werden. Mit eingebunden sei dabei die Kewog. Auch in den Gemeindeteilen sei einiges in Bewegung. Der Sprecher lobte das breite gesellschaftliche Leben in der Stadt, versprach eine Neuauflage des "Cool-Tour-Sommers" im Fischhofpark. Dabei soll es auch ein Bildhauer-Symposium geben.

Starke Finanzkraft

Die Wiederaufführung des "Oberpfälzer Jedermann" steht nach Stahls Worten ebenso auf der Agenda wie zahlreiche Aktionen und Ausstellungen im Museumsquartier. Großes Lob zollte der Bürgermeister dem Weihnachtsmarkt der Lions, "einer der zehn schönsten in ganz Bayern." Mehr als 30 000 Besucher seien ein eindeutiger Beweis dafür. Auch wirtschaftlich sei Tirschenreuth der Stabilitätsfaktor Nummer 1 im Landkreis. Mehr als 4400 Menschen fänden hier Brot und Arbeit. Die Kreisstadt blicke auf die stärkste Finanz- und Wirtschaftskraft in der bisherigen Geschichte.

Schulden abgebaut

Obwohl seit 2002 rund 87,3 Millionen Euro investiert worden seien, betrage die Neuverschuldung lediglich knapp 3 Millionen Euro. Gleichzeitig seien die Schulden seit 2013 um 5,5 Millionen Euro verringert worden. Dass die Stadt 2017 keine Schlüsselzuweisung erhält, war für den Bürgermeister ein Beweis für die enorme Finanz- und Wirtschaftskraft.

Dieser Tirschenreuther Geist wird bayernweit beachtet.Bürgermeister Franz Stahl
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