Ort im Bayerischen Wald bewirbt sich ebenfalls für „Natur in der Stadt 2022“
Freyung mit im Rennen

Recht kompakt stellt sich der Ortskern Tirschenreuths aus der Luft dar. Unter dem Motto "Eine Stadt im Wasser" möchte die Kreisstadt mit der "Kleinen Landesgartenschau 2022" den grünen Ring um die Altstadt aufwerten. Jetzt hat sich auch die Ortschaft Freyung im Bayerischen Wald um die Vergabe der Regionalgartenschau in sechs Jahren beworben. Luftbild: mür
Politik
Tirschenreuth
13.12.2016
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Mit dem Motto "Eine Stadt im Wasser" will Tirschenreuth nach 2013 auch 2022 die "kleine Landesgartenschau" nach Nordbayern bringen. Jetzt ist mit Freyung ein Mitbewerber aus dem Bayerischen Wald aufgetaucht. Dort hat der Stadtrat am Montag einstimmig die Bewerbung für die "Natur in der Stadt 2022" auf den Weg gebracht. Der rund 7200 Einwohner zählende Ort in Niederbayern setzt auf einen "Höhenpark", der eine Fortführung der touristischen Maßnahmen auf dem Geyersberg sein soll.

Per Bürgerentscheid haben die Einwohner von Traunstein die bereits zugesagte Landesgartenschau 2022 wieder zurückgegeben. Mit der Neuausschreibung ist Bewerbern freigestellt worden, die Aktion als Landesgartenschau oder "Natur in der Stadt" anzugehen. Ende November hat Tirschenreuth diese Chance ergriffen und die Bewerbung für die "Kleine Landesgartenschau" beschlossen. Dabei will Tirschenreuth an die Aktion vor drei Jahren anknüpfen. Damals war bei der "Natur in der Stadt" das Gelände rund um den Fischhof unter anderem durch die Wiederanlage des Stadtteichs aufgewertet worden. 2022 könnte es eine Fortsetzung entlang der Waldnaab sowie des Mühlbachs geben. Damit würde der grüne Ring um die Altstadt geschlossen. Wasserflächen, Naherholungsbereiche oder Wohnareale könnten sich laut Bürgermeister Franz Stahl wie "Perlen um die Altstadt" reihen. Eine Kostenschätzung geht von acht Millionen Euro aus.

Chance für Stadtentwicklung

Um die Regionalgartenschau wird sich auch Freyung bemühen. Der Ort führt seine touristischen Einrichtungen auf dem Höhenrücken des Bayerischen Waldes an, die durch die kleine Landesgartenschau in Richtung "Höhenpark" eine deutliche Aufwertung erfahren sollen. Bis Mitte Januar wird Freyung seine Unterlagen bei der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen in München abgeben.

Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl wertet den Mitbewerber als "positiven Konkurrenten". Dadurch würde nicht der Eindruck entstehen, dass bei der Vergabe keine Wahl bestanden hätte. "Auch Freyung hat erkannt, dass die Gartenschau eine große Chance für die städtebauliche Entwicklung ist", beurteilt Stahl die Bewerbung.

Aktuell sind die beiden Städte die einzigen Bewerber. Der Stadtrat Hof hat einen Antrag der Grünen für die Bewerbung nicht aufgegriffen. In den vier Wochen bis zur Abgabefrist könne kein tragfähiges Konzept auf die Beine gestellt werden, schildert Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU) in einer Mitteilung. Allerdings könne man eine Ausrichtung ab 2025 ins Auge fassen, so Fichtner.

Bis 15. Januar 2017 können noch Bewerbungen für die Gartenschau 2022 abgegeben werden. Als Kandidat könnte vielleicht noch Bad Reichenhall einsteigen. Danach wird der Vergabeausschuss schnell eine Entscheidungen treffen. Denn sechs Jahre für konkreten Pläne und eine Umsetzung sind ein enger Zeitrahmen.
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