27.07.2017 - 20:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Preissteigerungen für Neubau des Gerätehauses: Kein Freudenfeuer bei Kosten

Beim Feuerwehrhaus "brennt" die Kalkulation. 800 000 Euro Kostensteigerung fallen schon bei den nächsten Aufträgen an.

Für den Bau des Feuerwehrhauses wurden die nächsten großen Posten vergeben. Aufträge für insgesamt rund 3,1 Millionen Euro beinhalten gegenüber der Kalkulation aber ein Plus von 800 000Euro. Bild: tr
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Doch macht Bürgermeister Franz Stahl und dem Stadtrat diese Preissteigerung nicht all zu große Sorgen. Ein Nachtragshaushalt werde nicht nötig, berichtete Stahl bei der Stadtratssitzung. Die Mehrkosten werden aus den Rücklagen bestritten. Auf dieser "hohen Kante" hat die Stadt fast vier Millionen Euro. Die Nachfinanzierung erfolgt laut Stahl im Haushalt 2018.

Bei dem Bauvorhaben sind die Kosten von anfangs 4 auf 4,4 und nunmehr auf 5,2 Millionen Euro gestiegen. Natürlich sucht die Stadt nach Einsparungsmöglichkeiten. "An der Ausstattung wird aber nicht gespart", beruhigt Stahl auch die Feuerwehrleute. So werde an der Ausführung mit Turm nicht gerüttelt. Bei den Bekanntgaben informierte Stahl über die kürzlich erfolgten Vergaben für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Mitterteicher Straße. Insgesamt kosten die nächsten Bauleistungen rund 3,1 Millionen Euro. Die einzelnen Posten sind: Baumeisterarbeiten für 1,7 Millionen Euro (Firma Wilhelm Bauer, Erbendorf); Sanitärinstallation 164 200 Euro, Lüftungsinstallation 52 480 Euro, Heizungsinstallation 299 740 Euro (jeweils Firma Sperber Windischeschenbach); Stark- und Schwachstromanlagen 293 400 Euro (Schmeller GmbH Waldsassen). Bei den Vergaben stellte Stahl heraus, dass hier nur Unternehmen aus der Region zum Zuge kamen.

Neue Abwassergebühr

Bei der Sitzung ließ sich das Gremium weiter über die aktuelle Untersuchung des Kanalnetzes sowie die neue Gebührenkalkulation für die Abwasseranlage informieren. Laut dem Vertreter des Ingenieurbüros Miller weisen die Kanäle einen nicht unüblichen Schadensumfang auf. Um künftig die "wasserrechtliche Erlaubnis" zu bekommen, müssten markante Schäden bis Ende 2020 beseitigt werden. An Kosten kalkulierte der Fachmann mit rund 3,5 Millionen Euro. Allerdings sei die Kamerauntersuchung noch nicht beendet. Ob und in welchem Umfang Sanierungskosten umgelegt werden können, ist ebenfalls noch offen, Sicher ist, dass diese Ausgaben noch nicht in der neue Kalkulation für die Abwassergebührenkalkulation enthalten sind. Bei der Beurteilung dieser kostendeckenden Einrichtung hat das Fachbüro Radlbeck dennoch eine Korrektur nach oben vorgenommen.

Zehn Prozent Steigerung

Allerdings bestehen die alten Sätze schon seit 2004. Ab dem neuen Jahr steigt die Gebühr bei der Mischwassereinleitung (überwiegender Teil in der Stadt) um 21 Cent auf 2,10 Euro pro Kubikmeter, für Schmutzwasser (Trennsystem) um 18 Cent auf 2,07 Euro pro Kubikmeter. Die neuen Gebühren gelten für vier Jahre.

 

 

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